Bücherhalle Bergedorf: Rückblick auf 100 Jahre Bücherhalle Bergedorf

Innenansicht Bücherhalle Bergedorf etwa 1950

Am 1. Oktober 1909 wurde die Bücherei in einem kleinen Lesesaal in der Hassestraße eröffnet. Genau ein Jahr vorher war von Bergedorfer Bildungsbürgern ein Verein hierfür gegründet worden, um den Gewerkschaften das Feld "Bildung" nicht allein zu überlassen. Der erste Bestand setzte sich aus Buchspenden zusammen. Gestartet wurde der Büchereibetrieb mit etwa 3000 Büchern, aber der Bestand wurde schnell größer.

Als Vorbild diente Hamburg mit seinen Bücherhallen. Bergedorf war zu dieser Zeit noch eine selbstständige Stadt im Land Hamburg. Erst 1937 wurde die Bücherhalle mit der Eingemeindung (Großhamburggesetz) an die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen angegliedert. Die Ausleihe lag zu diesem Zeitpunkt bei jährlich 50.000 Medien.

Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten erhielt die Bücherhalle ein eigenes Gebäude direkt neben dem Rathaus. In diesen Räumen verblieb die Bücherhalle bis zum Umzug in das Einkaufszentrum City Center Bergedorf (CCB) in den 70er Jahren.

Hier entwickelte sich die Bücherhalle zu einer großen, gut genutzten Stadtteilbibliothek. Zahlreiche Autorenlesungen machten die Bücherhalle zu einem attraktiven Anziehungspunkt im CCB.

1992 erfolgte der Umzug in das Gebäude am Kupferhof 1. Auf drei Ebenen wurde hier ein umfangreiches Medienangebot bereit gestellt. Veranstaltungen für wechselnde Altersgruppen runden das Bibliotheksangebot ab.

Zur Jubiläumsfeier hat die Geschichtswerkstatt Bergedorf ein Buch über die Geschichte der Bücherhalle erstellt.

Seit 06. Januar 2015 befindet sich die Bücherhalle in der Lohbrügger Einkaufszone, Alte Holstenstraße 18.