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September/Oktober: 19. Filmfest Hamburg

20.09.2011

Eröffnet wird das diesjährige Filmfest Hamburg vom neuen Film des im Iran zu 6 Jahren Haft verurteilten und unter Hausarrest lebenden Mohammad Rasoulof. Der Film „Auf Wiedersehen“ lief bereits auf den Festivals in Cannes und Toronto und erzählt die Geschichte einer mit einem Berufsverbot belegten Teheraner Anwältin, die ein von Gewalt, Willkür und Zensur geprägtes Land verlassen will. Rasoulof war bereits 2005 mit dem Film „Iron Island“ beim Filmfest Hamburg vertreten.


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Das bulgarische Kino ist seltener Gast auf deutschen Leinwänden. Der Debutfilm von Regisseur Konstantin Bojanov „Avé“, ein Roadmovie, begleitet zwei Jugendliche auf dem Weg zur Selbstfindung von Sofia in eine Kleinstadt an der Grenze zu Rumänien. Nicht neu, aber ein interessanter Blick auf's bulgarische Leben.


Die beiden israelischen Filme auf dem Filmfest Hamburg erzählen keine politischen Geschichten, sondern sind persönliche Dramen:

Eine zu Hause vergessene Arbeitsmappe ist der Anstoß, dass der Physiker Oded sein Leben und seine Umgebung aus einer neuen Perspektive wahrnimmt. „The Exchange“ ist ein absurd-lakonisch komischer Film des israelischen Regisseurs Eran Kolirin (Die Band von nebenan).


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Der zweite Film „Restoration“ kommt mit der Empfehlung des Hauptpreises des 46. Karlovy Vary International Film Festival. Das leise Drama erzählt von einem Antiquitätenrestaurator, der nach dem Tod seines Kompagnons vor dem Konkurs steht.


12 französischsprachige Filme präsentiert die Reihe Voilà!

Nach der Comicverfilmung „Persepolis“ beruht auch Marjane Satrapis neuer Film „Huhn mit Pflaumen“ auf ihrer Comicvorlage. Diesmal allerdings kein Trickfilm, sondern ein Realfilm mit einigen Animationselementen, auch kein politischer Film, sondern ein romantisches Liebesdrama. Der Violinist Nasser Ali Khan beschließt zu sterben, als sein Instrument zerstört wird. Das ist der Rahmen für märchenhafte, episodische Rückblicke auf sein Leben und vor allem seine unerfüllte Liebe.


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„Sarahs Schlüssel (Elle s'appelait Sarah)“ ist die Verfilmung eines Romans von Tatiana de Rosnay. Eine amerikanische Journalistin (Kristin Scott Thomas) recherchiert die Verwicklung französischer Behörden in die Deportation französischer Juden in Paris 1942. Ihre Nachforschungen führen zu einem auch sie verstörenden Ergebnis.


In der Sektion Vitrina zeigt das FFH spanischsprachige Filme.

In „Clubbing (De caravana)“ soll der Fotograf Juan bei einem Livekonzert Fotos machen. Dort verliert er seine Kamera und findet Sara. Das ist Ausgangspunkt einer turbulenten Komödie, in deren Verlauf Juan die Unterwelt der zweitgrößten argentinischen Stadt Cordoba besser kennenlernt als ihm lieb ist.


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Reicht Talent, um als Schauspielerin erfolgreich zu sein oder überhaupt arbeiten zu können? Diese Fragen stellt der brasilianische Film „Riscado“, der uns eine Theaterschauspielerin zeigt, die durch ein Casting eine Rolle in einem internationalen Filmprojekt ergattert. Talent hat Schauspielerin Karine Teles, die die Hauptrolle spielt und das Drehbuch mitgeschrieben hat, auf jeden Fall.


Schließlich noch 2 Empfehlungen aus der Sektion Agenda 11, Filme aus aller Welt:

Über Cannes (Gewinner der Semaine de la Critique) nach Hamburg kommt die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Jeff Nichols und Schauspieler Michael Shannon. Nach „Shotgun Stories“ spielt Shannon in „Take Shelter“ einen Bauarbeiter, der von Träumen eines verheerenden Tornados gequält wird und daraufhin einen Luftschutzkeller ausbaut, was ihn in Konflikt mit seiner Familie bringt. Sind’s nur Hirngespinste oder kommt tatsächlich ein Wirbelsturm auf die Familie zu?


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Als letzte Empfehlung der neue Film des mit dem kontroversen „American History X“ bekannt gewordenen Regisseurs Tony Kaye. In „Detachment“ spielt Adrien Brody einen Aushilfslehrer, mit dessen Charakter wir einen desillusionierten Blick auf das amerikanische Bildungssystem werfen dürfen.


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