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Ralph Giordano

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Ralph Giordano wurde am 20. März 1923 in Hamburg geboren. Er besuchte ab 1933 das Gymnasium Johanneum, das er jedoch 1940 verlassen musste, da er als "Nichtarier" unter die Nürnberger Rassengesetze fiel. Sein Vater war sizilianischer Abstammung und seine Mutter eine deutsche Jüdin. Die Familie flüchtete 1943 in die Altmark, wurde dort denunziert und musste nach Hamburg zurückkehren. Als die Mutter deportiert werden sollte, wurde die Familie von einer Hamburgerin in einem Ruinenkeller versteckt und schließlich 1945 von der britischen Armee befreit.
1946 trat Ralph Giordano der KP bei, der er aber 1957 nach eigener kritischer Auseinandersetzung mit dem Stalinismus den Rücken kehrte. Diese Auseinandersetzung hat er in dem Buch "Die Partei hat immer recht" verarbeitet. In den 60er Jahren begann er als Autor von Fernsehdokumentationen beim NDR und WDR zu arbeiten. Außerdem war er als Essayist und Publizist tätig. Seine Hauptthemen waren und sind die Aufklärung über den Nationalsozialismus, Faschismus, Stalinismus, die Probleme in der Dritten Welt und das Verhältnis zu Israel. 1982 veröffentlichte er die Saga "Die Bertinis", in der seine Familiengeschichte beschrieben wird. Der Roman wurde später vom ZDF verfilmt.
Ralph Giordano hat mehrere hochrangige Auszeichnungen für sein Schaffen erhalten. Er ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

Spiegel-Interview. Weitere Informationen in wikipedia.  Kommentierte Linkliste.

Veröffentlichungen:

  • Morris – Geschichte einer Freundschaft (1948)
  • Die Partei hat immer Recht (1961)
  • Die Bertinis (1982)
  • Die Spur - Reportagen aus einer gefährdeten Welt (1984)
  • Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein (1987)
  • Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte (1989)
  • An den Brandherden der Welt (1990)
  • Israel, um Himmels Willen, Israel (1991)
  • Deutschland und Israel: Solidarität in der Bewährung (1992 ; Hrsg.)
  • Ich bin angenagelt an dieses Land (1992)
  • Wird Deutschland wieder gefährlich? Mein Brief an Kanzler Kohl (1993)
  • Ostpreußen ade – Reise durch ein melancholisches Land (1994)
  • Mein irisches Tagebuch (1996)
  • Hier war ja Schluss – Was von der deutsch-deutschen Grenze übrig blieb (1996)
  • Der Wombat und andere tierische Geschichten (1997)
  • Wir sind die Stärkeren (1997)
  • Deutschlandreise. Aufzeichnungen aus einer schwierigen Heimat (1998)
  • Die Traditionslüge. Vom Kriegerkult in der Bundeswehr (2000) Rezension bei Perlentaucher
  • Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr (2002)
  • Von den Schwierigkeiten zu leben, zu denken und zu schreiben (2003)
  • Erinnerungen eines Davongekommenen :die Autobiographie (2007)
  • Mein Leben ist so sündhaft lang (Tagebuch, 2010)

Auszeichnungen:


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