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Nina Blazon - Totenbraut

Am 24. September 2009 fand in der Bücherhalle Harburg eine Lesung mit der Jugendbuchautorin Nina Blazon statt. In Anwesenheit der Klassen 7a und des Lessing-Gymnasiums las sie aus ihrem neuen historischen Jugendbuch "Totenbraut".

Zu Beginn klärte Nina Blazon das Publikum über die Herkunft ihres Namens auf. Dieser stammt wie sie aus Slowenien, wodurch sich auch ihr Interesse an den Märchen und Sagen des ehemaligen Jugoslawien erklärt.

Diese bilden auch die Grundlage ihres neuen Buches. Während momentan die hübschen Vampire total angesagt sind, handelt "Totenbraut" vom alten Volks- und Aberglauben über Vampire und Werwölfe, der im Serbien des 18. Jahrhunderts weit verbreitet war.

Autorin Nina Blazon beantwortet Schülerfragen in der Bücherhalle Harburg

Zu dieser Zeit wird die 14-jährige Jasna von ihrem Vater an einen fremden Gutsherren verkauft, der für seinen Sohn auf Brautschau ist. So wird sie gegen ihren Willen in einen fremdes Land verfrachtet und findet sich in einer fremden Familie wieder. Diese ist in der Dorfgemeinschaft nicht gut angesehen und auch Jasna muss immer wieder feststellen, dass etwas Merkwürdiges in ihrer neuen Familie vor sich geht, das ihre neuen Angehörigen vor ihr zu verbergen versuchen.

Zwischen den verschiedenen Leseparts erzählte Nina Blazon von den zahlreichen Bräuchen, die durch den Aberglauben entstanden sind. So wurden damals Verstorbene in Fischernetze eingewickelt, weil man glaubte, dass Vampire erst alle Knoten des Netzes zählen mussten, bevor sie von den Toten auferstehen. Auch über den generellen Glauben an Vampire hatte sie Interessantes zu berichten:

So gab es schon vor dem allseits bekannten Graf Dracula Geschichten über die Urvampire Serbiens, die ihren Opfern nicht das Blut, sondern das Leben aussaugten. Auch glaubte man nicht nur an tote, sondern  an lebendige Vampire, die unter Menschen lebten und nachts Fledermäuse und Wölfe rufen und sich sogar mitunter in diese verwandeln konnten. Am Rotton der Haare und an ihren blauen Augen meinte man, sie erkennen zu können. Diverse alte Hausmittel wurden eingesetzt, um bei der Abwehr von Vampiren und Wehrwölfen zu helfen.

Im Anschluss an die Lesung beantwortete Nina Blazon verschiedene Fragen aus dem Publikum. Auf die Frage, wie viele Seiten das Buch denn habe, nannte Frau Blazon die Zahl 730. Die Schülerinnen und Schüler quittierten diese Antwort mit anerkennendem Gemurmel. 

Zum Abschluss verloste die Bücherhalle Harburg fünf Exemplare von "Totenbraut", die dankenswerter Weise vom Ravensburger Buchverlag zur Verfügung gestellt wurden. Beim Einlass hatte jeder ein Los gezogen, auf dem eine Nummer stand. Nina Blazon spielte Glücksfee und zog die fünf Lose mit den Nummern der Gewinner.

 


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