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Antje Szillat

Was war dein peinlichster Moment bei einer Lesung?

So einen richtig peinlichen Moment bei einer Lesung habe ich eigentlich noch nicht gehabt. Obwohl, neulich hatte ich eine Lesung in einer riesigen Bibliothek. Ich wollte dort aus meinem Kinderbuch "Justine und die Kinderrechte" lesen - für Kinder im Grundschulalter. Doch als ich dort ankam, war weit und breit kein Kind zu sehen. Nur Erwachsene. Zunächst war ich etwas perplex, dachte an einen Scherz oder eine Verwechslung. Doch der freundliche Bibliothekar erklärte mir, dass alles so seine Richtigkeit hätte. Die circa 25 anwesenden Erwachsenen interessierten sich für das Thema Kinderrechte und wollten von mir "hören", wie ich die UN-Kinderrechtskonvention kindgerecht und mit viel Lesespaß den Kids vermittelte. Na ja, da ich gerade bei "Justine und die Kinderrechte" die schrägsten Töne von mir gebe - mal kreische und grunze ich wie Joschi, mal schimpfe und tobe ich wie Herr Rübenzahn, mal trällere und säusele ich wie Justine - war mir das Ganze zunächst etwas peinlich. Ganz besonders, als ein freundlicher Herr im Publikum mich darum bat, mir vorzustellen, dass ich vor 25 Grundschulkindern und nicht vor Erwachsenen lesen würde.
Das machte ich dann einfach auch und am Ende wurde es eine wirklich lustige Lesung vor 25 kindlichen Erwachsenen.

Was liest du privat im liebsten?

Das ist nicht gar nicht einfach zu beantworten. Ich bin eine sogenannte "quer-Beet-Leserin". Die Wahl meiner Bücher hängt von meiner Stimmung ab. Mal ist mir nach Krimi oder Thriller, mal habe ich Lust auf einen Liebesroman oder was richtig Lustiges und manchmal lese ich gerne Fantasy.

Nie Science Fiction, selten Historisches (bis auf die historischen Romane meiner Freundin Kathrin Lange). Ich habe ein paar Lieblingsbücher, die ich immer wieder lesen könnte und die allesamt von Kinder- und Jugendbuchautoren stammen. "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren, "In einem tiefen, dunklen Wald" von Paul Maar, "Whisper" und "Lucian" von Isabel Abedi und "Die Glücksfee" von Cornelia Funke, um nur einige von ihnen zu nennen.

Seit wann schreibst du und warum schreibst du?

Mit acht Jahren wollte ich eigentlich mein erstes Buch veröffentlichen. Eine Pferdegeschichte. "Schuld" daran war die schwedische Schriftstellerin Lisbeth Pahnke. Mit ihren "Britta" Büchern hat sie meine Leidenschaft fürs Schreiben und für Schweden schon als Achtjährige geweckt und das ist bis heute so geblieben. Na ja, das mit der Veröffentlichung hat dann doch nicht so geklappt und deshalb bin ich erst einmal weiter zur Schule gegangen, habe anschließend einen Beruf erlernt und noch etwas später geheiratet. Als mein erster Sohn geboren wurde, fiel mir plötzlich wieder ein, wovon ich als Achtjährige geträumt hatte. Also wagte ich einen zweiten Anlauf und nach einigen Schwierigkeiten wurde ich tatsächlich Schriftstellerin.

Ich schreibe, weil ich es wirklich liebe und es meine absolute Leidenschaft ist. Schriftstellerin ist mein Traumberuf und ich hoffe, dass ich noch viele, viele Jahre Bücher schreiben kann, die gerne gelesen werden.

Was tust du bei einer Schreibblockade?

Wenn nichts mehr geht, wenn ich das Gefühl habe, der Kopf ist leer, die Buchstaben sind ausgewandert, dann schreibe ich eine Frustmail an meine Agentin und Freundin Tamara Steg (dafür reichen die Buchstaben dann immer gerade noch aus) oder ich jogge mit meinen beiden Hunden durch die Feldmark oder ich lege mich mit einem Buch in die Badewanne und komme erst wieder heraus, wenn meine Haut schon ganz schrumpelig ist (natürlich lasse ich zwischendurch immer wieder warmes Wasser nachlaufen, sonst würde ich ja erfrieren ;-)). Was auch super bei Schreibblockaden jeder Art hilft: Möbel umstellen. Am liebsten im Wohnzimmer. Manchmal auch in den Zimmern meiner Kinder (die beiden Großen haben mir das allerdings inzwischen strengstens verboten).

Wann war, außer zu einer Lesung, dein letzter Besuch in einer Bibliothek?

Ich liebe Bibliotheken. Leider ist die Bibliothek unserer Kleinstadt nicht so "toll" und die Kinder- und Jugendliteratur kommt dort wirklich viel zu kurz. Sonst hätte ich meinen Kindern schon längst einen Büchereiausweis besorgt – und mir natürlich auch. Dafür bin ich häufig in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover. Letzte Woche war ich mit meiner Tochter in der Stadtbibliothek Hildesheim, die uns beiden richtig gut gefällt.

Foto der Autorin Antje Szillat. © Antje Szillat

Weitere Informationen zu Antje Szillat findest du auf ihrer Internetseite.

Unter www.justine-kinderrechte.de erfährst du mehr von ihrem Buch über die UN-Kinderrechtskonvention.


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