"Es ist Sommer und der Rhein glitzert besonders silbern und verführerisch. Sabrina und ihre beste Freundin Amelie können stundenlang am Fluss sitzen, voller Fernweh und Hunger auf das, was Amelie »das Leben« nennt. Aber während Amelie vom Abhauen und der großen Freiheit träumt, scheint Sabrinas Zukunft festgelegt zu sein – soll sie doch den Weinberg ihrer Mutter übernehmen. Alles in Sabrina wehrt sich gegen dieses vorbestimmte Leben … Und dann lernen die beiden Mädchen einen Jungen kennen, der so ganz anders ist als alle Landratten und Winzersöhne. Von dem 19-jährigen Kilian, der mit seinem Schiff einsam am geheimnisvollen »toten Fluss« ankert, geht eine verstörende Anziehungskraft aus. Amelie verfällt ihm sofort – und will über Nacht mit ihm abhauen. Am nächsten Morgen findet man ihre Leiche. Und Kilians Schiff ist verschwunden… Nur Sabrina weiß, dass Kilian Amelies Mörder sein könnte."
(Kurzbeschreibung des Verlages)
Am 10. Juni 2010 las die bekannte Krimiautorin Elisabeth Herrmann in der Bücherhalle Alstertal aus ihrem ersten Jugendbuch "Lilienblut" zwei interessierten zehnten Klassen des Carl von Ossietzky Gymnasiums aus Poppenbüttel vor.
Im Anschluss an die Lesung hatten die Jugendlichen noch Gelegenheit die Schriftstellerin, die auch als Fernsehjournalistin für den RBB tätig ist, mit Fragen zu löchern und so einiges sowohl über Frau Herrmann als auch über ihre Tätigkeit als Schriftstellerin in Erfahrung zu bringen.
Einen kleinen Anstoß für die Geschichte zu "Lilienblut" erhielt Frau Herrmann während ihrer Arbeit als Fernsehjournalistin, als sie für eine Reportage mit einem Schiff mit fuhr. So hatte sie zunächst eine kleine Szene vor Augen, aus der dann mit der Zeit eine Geschichte entstand.
Als ihr Verlag anfragte, ob Sie nicht auch einmal etwas für Jugendliche schreiben wolle, machte sie ein Schiff im Roman zur Bedingung. Der Verlag akzeptierte und "Lilienblut" entstand.
Während sie für "Lilienblut" eineinhalb Jahren benötigte, arbeitete sie an ihrem ersten veröffentlichten Roman "Das Kindermädchen" über fünf Jahre. Zu der Zeit hatte sie allerdings auch noch keinen Verlag, weswegen sie immer nur sporadisch an ihrem Manuskript arbeitete. Hinzu kamen Jobwechsel und Kind.
Nachdem zunächst nur Absagen hagelten, fand sich dennoch ein kleiner Verlag, der ihren Debütroman veröffentlichen wollte. So erschien "Das Kindermädchen" doch noch und verkaufte sich so gut, dass schließlich auch größere Buchverlage anklopften. Mit über 100.000 verkauften Exemplaren wurde ihr erster Roman ein Überraschungserfolg. Sogar die Verfilmung mit Jan-Josef Liefers, für die Elisabeth Herrmann gerade das Drehbuch verfasst, ist geplant.
Im Anschluss an die Lesung nutzten zwei Schülerinnen, die selber schreiben, die Möglichkeit sich persönlich mit Frau Herrmann zu unterhalten. Obwohl die beiden eher im Fantasy – Genre ihre Schreibkünste versuchen, während die Wahl-Berlinerin sich den Krimis und Thrillern verschrieben hat, konnte sie ihnen den einen oder anderen Tipp geben und bot ihnen zusätzlich an, dass die angehenden Schriftstellerinnen sich gerne bei ihr melden könnten, sobald sie Hilfe oder einen Rat benötigten.