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Lehrveranstaltung zum Thema "Recherchieren und Bewerten von Information"

Mit der Präsentation von Plakaten und dem Vorstellen von Rechercheergebnissen wurde am 19. Januar 2007 in der Haupt- und Realschule Sachsenweg eine von der Bücherhalle Niendorf im Rahmen eines Praktikumsprojektes konzipierte Lehrveranstaltung abgeschlossen. In Kooperation mit der Haupt- und Realschule Sachsenweg konnte Frau Sarah Vogel, Studentin am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, für die Bücherhalle erste Erfahrungen mit einer neuen, aus zwei Teilen bestehende Veranstaltungsform machen, die die Verbesserung der Informations- und Medienkompetenz von Schülern in den Mittelpunkt stellt. 

Die Unterrichtseinheit wurde am Beispiel des Themenkomplexes "Sucht und Drogen" geführt und in drei Arbeitsabschnitte gegliedert: Wie finde und präzisieren ich mein (Recherche)-Thema, wie suche ich Informationen zu meinem Thema, wie bewerte ich die gefundenen Informationen?

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a trafen sich mit ihrer Deutschlehrerin, Frau Wittig, zu einem ersten Arbeitstreffen am Mittwoch, 10.1.2007, in der Bücherhalle Niendorf.

Zu Beginn sollten sie in einem Brainstormning verschiedene Aspekte des Themas "Sucht und Drogen" entwickeln und diese Aspekte zu Themenblöcken zusammenfassen.

Eine Schülerin arbeitet an einer Stellwand

In einem zweiten Arbeitsschritt hatte jeder Schüler die Aufgabe, einen Aspekt herauszugreifen und drei Fragen zu entwickeln, die durch Suche im Medienbestand, durch Lexika und durch Internetrecherche zu beantworten waren. Als zusätzliche Hilfe stand den Schülern ein umfangreiches Sortiment an Büchern rund um das Thema "Drogen und Sucht" zur Verfügung.

Der Ablauf der Recherche und Bewertung der recherchierten Ergebnisse wurde von Frau Vogel mit einer Musterrecherche beispielhaft erläutert. Im Vordergrund stand der Umgang mit einem "Recherche- und Bewertungsprotokoll". Dieses Protokoll erfasst die genauen Fragen, Suchbegriffe, Suchweg und die gefundenen Informationen in Form von Zitaten mit einer Bewertung der Qualität der Quelle.

In einer zweiten Veranstaltung, die im Raum der Klasse der 8a im Sachsenweg stattfand, hatte jeder Schüler Gelegenheit, seine Ergebnisse der Klasse vorzustellen und zu erläutern. In Kurzreferaten erläuterten sie ihre Suchergebnisse, gaben Auskunft über Suchwege, Benutzung von Printmedien, Probleme bei der Internetrecherche. Es entstand im Lauf der sehr informativen Unterrichtsdoppelstunde ein umfassendes Bild möglicher Drogen- und Suchtformen. Die Schüler haben sich darüber hinaus in Gruppen zusammen gefunden und jeweils ein Plakat entwickelt, um ihr Thema anschaulicher präsentieren zu können.

Abbildung eines Ergebnisplaktes zum Thema "Sucht" der Infoveranstaltung

"Wichtig ist, dass die Schüler zu dem großen Themenkomplex "Drogen und Sucht" eigene Fragen entwickeln, weil nur das Interesse der Jugendlichen dazu führt, dass sie die Arbeit auch zu Ende bringen", sagte Hannelore Wittig, Deutschlehrerin am Sachsenweg. Die Schüler hatten zehn Tage Zeit, das Plakat zu entwickelt und sich auf die Präsentation vorzubereiten,  "Die Mehrzahl der Schüler hat die Aufgaben sehr ernst genommen und sich intensiv mit ihren Themen beschäftigt."

Als wichtiger Baustein des Kooperationsprojektes werden sowohl das Rechercheprotokoll als auch die Präsentation zum Abschluss gemeinsam benotet.

"Ich bin sehr froh, dass die Veranstaltungen so positiv verlaufen sind", bemerkte Frau Vogel am Ende erleichtert, "denn das Veranstaltungskonzept ist meine Praktikumsleistung und ich hoffe, dass auch andere Bücherhallen diese Idee aufnehmen werden."

 


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