Mit 39 von 40 möglichen Punkten gewann Laura Spikofsky mit ihrer Erzählung "Die Familienvilla" (barrierefreies PDF, 40 kB) am Freitag, 21. September 2007 einen kreativen Schreibwettbewerb, den die Bücherhalle Niendorf zusammen mit der Realschule Sachsenweg veranstaltete. Mit je 38 Punkten ging der zweite Platz an Samba Mané und Melina Dreyer.
Zu gewinnen waren Buchpreise und gute Noten.
26 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Realschule Sachsenweg trafen sich am 12. September zur Vorbereitung in der Bücherhalle Niendorf. Dort wurden kurze Spiele und kleine Assoziationsübungen von Sarah Vogel, Studierende an der Fakultät Design, Medien und Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, angeleitet.
Zum Beispiel begann eine Assoziationsspirale mit den Worten "Frischluft fürs Gehirn". Die Jugendlichen sollten die Spirale mit eigenen Ideen und Begriffen fortsetzen. Das Ergebnis war eine lange Spirale.
Im Anschluss erarbeitete die Gruppe in Stichworten eine kleine Erzählung, die Handlung wurde per Zuruf immer weiter entwickelt. An diesem Beispiel konnten einige Elemente eingeübt werden, die zum Schreiben einer Kurzgeschichte wichtig sind: Ein überzeugender Einstieg, ein guter Plot, ein gelungener Spannungsaufbau.
Die Unterrichtseinheit endete mit der Übergabe des "Geschichtenbeutels" an die Schüler. Jeder Schüler bekam einen Beutel mit Gegenständen, aus denen er die Geschichte formen sollte. Viele waren überrascht und ratlos, wie sie aus den Gegenständen nun eine Erzählung machen sollten.
Laura Spikofsky zum Beispiel bekam ein altes Foto und einen Schlüssel und machte daraus die Erzählung "Die Familienvilla". Andere erhielten einen Rasierpinsel, eine Armbanduhr, eine Fahrkarte der Pariser Metro.
Bei der Präsentation wurden die besten Arbeiten ermittelt wie bei einer Poetry-Slam-Veranstaltung. Die Jury bestand aus Hannelore Wittig, Deutschlehrerin am Sachsenweg, Michael Braun, Leiter der Bücherhalle Niendorf und Sarah Vogel mit jeweils einer Stimme. Auch die Bewertung der Klasse wurde zu einer Stimme zusammen gefaßt. Jedes Jurymitglied konnte bis zu zehn Punkte vergeben, wobei natürlich auch die Qualität des mündlichen Vortrags bewertet wurde.
Die Organisatoren waren überrascht über die Vielfältigkeit der Beiträge mit zum Teil spektakulären Ideen. Auch die Qualität der Arbeiten war sehr ansprechend.
Die Schreibwerkstatt soll in ähnlicher Weise in Kürze für eine 8. Klasse angeboten werden.