Ehrenamt: Dialog in Deutsch Leitbild

Menschenköpfe - copyright_ Christopher Futscher

"Dialog in Deutsch" steht für:

Sprache

Teilnehmer/-innen können im geschützten Rahmen einer Gruppe in den Bücherhallen Hamburg Deutsch sprechen und sich dadurch sicherer der alltäglichen Lebenspraxis und dem gesellschaftlichen Miteinander stellen. Es gibt kein Mindest-Sprachniveau als Voraussetzung für eine Teilnahme an den Gruppen. Die Teilnahme an "Dialog in Deutsch" in den Hamburger Bücherhallen bietet Raum und Möglichkeit für Gespräch, Austausch, Kontaktaufnahme und Informationen für diejenigen, die ihre erlernten Deutschkenntnisse praktisch anwenden wollen.

Respekt und Toleranz

Die Anerkennung der Andersartigkeit von Menschen unterschiedlicher ethnischer oder sozialer Herkunft ist Voraussetzung für die Teilnahme an "Dialog in Deutsch", sowohl als Gruppenleitung wie auch als Teilnehmer/-in. Weder Teilnehmer/-innen noch Gruppenleitungen nutzen die "Dialog in Deutsch"-Gruppen als Forum für politische, ideologische oder religiöse Standpunkte jeglicher Art. Die Treffen der Gruppen basieren auf Toleranz und Respekt gegenüber anderen Kulturen und Lebenswelten.

Offenheit

"Dialog in Deutsch" will die Idee einer multikulturellen Gesellschaft weitertragen, in der das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und Nationen möglich wird. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Bildungsstand, Nationalität, Aufenthaltsstatus, Alter oder Geschlecht der Teilnehmer/-innen. Alle, die sich auf den Weg gemacht haben, um ihre (auf welche Art auch immer) erlernten Deutschkenntnisse anzuwenden, sind willkommen, so lange sie sich tolerant und rücksichtsvoll verhalten.

Entfaltung

Die Teilnahme an den "Dialog in Deutsch"-Gruppen hilft, sprachliche Kompetenzen zur Bewältigung von Alltagsaufgaben frei von Kosten, Lern-Aufgaben und schulischen Lern-Situationen zu entwickeln. Jegliche Form der Beratung für Teilnehmer/-innen, die über eine weitervermittelnde Funktion hinausgeht, liegt außerhalb des ehrenamtlichen Aufgabenfeldes und ist durch keinen Versicherungsschutz gedeckt. Wer berät, Formulare übersetzt oder zu Behörden etc. begleitet, unternimmt dies als Privatperson.

Bereicherung

Die Teilnehmer/-innen und auch die Ehrenamtlichen lernen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen wahrzunehmen, zu reflektieren, als Chance zu erkennen, die Unterschiede zu akzeptieren sowie Vorurteile und Ängste in Bezug auf das Fremde abzubauen und diese Vielfalt als Bereicherung anzunehmen. 

"Dialog in Deutsch"

  • möchte bei allen Mitarbeiter/-innen und Teilnehmer/-innen dieses Projekts die Freude und die Neugier auf die kulturelle Vielfalt wecken.
  • ist ein interkultureller Austausch zwischen Mitbürger/-innen der Hansestadt Hamburg und des Umlandes in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die hier ihre Heimat haben, und ausländischen Mitbürger/-innen, die ihre Heimat verließen und in Hamburg eine neue zu finden hoffen. Basis hierfür ist eine Kommunikationsfähigkeit in deutscher Sprache.
  • wurde als Projekt entwickelt und wird getragen von der engagierten Zusammenarbeit von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Bücherhallen Hamburg.
  • setzt voraus, dass alle Akteure an diesem Projekt die Andersartigkeit von Menschen unterschiedlicher ethnischer oder sozialer Herkunft anerkennen und einander die Wertschätzung und den Respekt entgegenbringen, die in den Menschenrechtskonventionen verankert sind.
  • fordert und fördert die Offenheit seiner Mitarbeiter/-innen und der Teilnehmer/-innen
  • unterstützt aktiv die Idee einer multikulturellen Gesellschaft, in der das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und Nationen, die sich gegenseitig mit Achtung begegnen, möglich wird.
  • ist offen für alle Menschen, die diese gegenseitige Wertschätzung anerkennen.
  • trägt dazu bei, dass Mitarbeiter/-innen und Teilnehmer/-innen an diesem Projekt sich ihres eigenen kulturellen Hintergrunds bewusst werden und in diesem Zusammenhang Wissen über andere Kulturen erlangen und im Alltagsleben für sich anwenden können.
  • hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Teilnehmer/-innen die Möglichkeit zu geben, im geschützten Rahmen einer Gruppe in den Bücherhallen Hamburg Deutsch zu sprechen und sich dadurch sicherer der alltäglichen Lebenspraxis und dem gesellschaftlichen Miteinander stellen zu können.
  • möchte den interkulturellen Austausch in geschützter und vertrauensvoller Atmosphäre gewährleisten. Damit alle Beteiligten wissen, mit wem sie gemeinsam im Raum sitzen, und da interkulturelle Kommunikation in besonderem Maße auch über Mimik und Gestik geschieht, ist es Voraussetzung, dass die Gesichter aller Teilnehmer/-innen und aller Gruppenleitungen vollständig sichtbar sind.