Bücherhalle Eidelstedt "Elbtöter" - Autorenlesung mit Boris Meyn

29.11.2016

Autor Boris Meyn mit Mitarbeiterinnen der Bücherhalle Eidelstedt und der Buchhandlung Heymann

25. November 2016: Ein feuchter ungemütlicher Novemberabend - wie geschaffen für eine Krimilesung! In der Bücherhalle Eidelstedt unternahm der Autor Boris Meyn mit seinem Publikum eine Zeitreise, die  zurück in das Jahr 1918 führte.

Krimi-Kenner erinnern sich sicher an Commissarius Bischop, der in dem 1847 spielenden historischen Hamburg-Krimi "Der Tote im Fleet" erstmals ermittelte. Seit er sich zur Ruhe setzte ist sein Sohn, der Anwalt Sören Bischop an der Verbrechensaufklärung aktiv beteiligt. Mit dem Roman "Elbtöter" legte Boris Meyn den siebten Band der Reihe vor. 

Buchcover_ Elbtöter

Das Buch beginnt mit der Novemberrevolution, die am 9. November 1918 zur Abdankung des Kaisers und zur ersten deutschen Republik führte. In dieser Zeit des Umbruchs wird Sören Bischop von Elisabeth von Wesselhöft beauftragt, ihren Sohn Askan zu suchen. Der 25jährige ist aus einem Heim für Kriegsversehrte verschwunden, seitdem fehlt von ihm jede Spur. 

Inmitten von Anarchie, Verunsicherung und Hunger nimmt der Anwalt seine Nachforschungen auf. Wenig später wird der Vater des Vermissten, Albrecht von Wesselhöft, erschossen in seinem Kontor der Dynamit AG aufgefunden. Im leeren Tresor eine Botschaft der "Elbtöter".  

Als weitere Tote auftauchen, die in den Nachrichten der "Elbtöter" als Kriegsgewinnler und Vaterlandsverräter bezeichnet werden, beginnt Bischop nach der Verbindung zwischen den Verbrechen zu suchen. Seine Recherchen führen ihn ins Herz der guten Hamburger Gesellschaft... 

Autorenlesung mit Boris Meyn in der Bücherhalle Eidelstedt

Nachdem Boris Meyn mehrere Textpassagen gelesen hatte, stellte er sich den Fragen seines Publikums. Der Autor, der für seine akribischen Recherchen bekannt ist, erzählte, dass für ihn das Zentrale seiner Krimis die historischen Fakten der unterschiedlichen Epochen sind. Erst wenn er diese zusammengetragen hat, beginnt er seine Kriminalgeschichte zu entwickeln, und in die historischen Ereignisse zu integrieren.

Das ist auch bei dem gerade entstehenden Roman, der "Fememord" heißen wird, nicht anders. Bereits seit einem halben Jahr hat er unteren anderem in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek und dem Hamburger Staatsarchiv recherchiert, nun hat er mit dem Schreiben begonnen. Man darf gespannt sein! 

In der Kooperationsveranstaltung mit der Buchhandlung Heymann präsentierte sich der Autor als hervorragender Vorleser! Sollten seine Romane irgendwann (hoffentlich bald) als Hörbücher erscheinen, wäre Boris Meyn für die Rolle des Vorlesers eine ausgezeichnete Wahl!

Boris Meyn, Jahrgang 1961, ist promovierter Kunst- und Bauhistoriker und verfasst neben seinen Krimis wissenschaftliche Publikationen zur Hamburger Architektur- und Stadtgeschichte. Die künstlerische Ader liegt bei den Meyns in der Familie: sein Vater war der bekannte Hamburger Maler Rolf Meyn. Boris Meyn lebt mit seiner Familie vor den Toren Hamburgs und engagiert sich im Literaturbeirat der Stiftung Herzogtum Lauenburg.