Anfang Mai 2008 trafen sich 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b der Realschule Sachsenweg in der Bücherhalle Niendorf für einen gesamten Vormittag zur Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse. Von Plakaten unterstützt, hielten die Schüler Vorträge zu selbstgewählten Themen. Jede der zwölf Gruppen dachte sich ein Quiz aus, damit die Inhalte nach dem Vortrag noch einmal auf den Prüfstand kommen konnten. Es entstand ein lebendiger Wettbewerb. Alle Schüler mussten zuhören, um anschließend die Fragen beantworten zu können, die Vortragenden das Quiz moderieren. Einige Gruppen hatten auch Brettspiele entwickelt, die in den insgesamt drei Pausen ausprobiert werden konnten.
Bereits Ende April 2008 kam die Klasse in der Bücherhalle für dieses Projekt erstmalig zusammen. Eine ausführliche beamerunterstützte Präsentation machte die Kinder mit den Möglichkeiten der Katalogrecherche vertraut. Die altersgerechten Themen wählten die Schüler nach eigenem Interesse aus: Zum Beispiel "Spinnen", "Wale und Delphine", "Ägypter", "Nationalsozialismus", "Judenverfolgung", "Zauberer", "Motorräder". Im Anschluss an die Gruppenbildung wurden die Themen recherchiert und das Material gesichtet. Die Gruppen verteilten sich in der gesamten Bibliothek, die Teilnehmer waren sichtlich begeistert von Aufgabe und Lernform und es entstand eine dichte konzentrierte Arbeitsatmosphäre.
"Es kam mir besonders darauf an", erläuterte Annette Jankofski, Klassenlehrerin der 6b, den konzeptionellen Hintergrund, "dass die Kinder sich durch die freie Themenwahl Informationen zu Themen erschließen, die sie auch wirklich interessieren." Das schule das autonome, selbstverantwortliche Lernen. "Darüber hinaus", führte Frau Jankofski aus, "ist mir an Aktionen gelegen, wie zum Beispiel das Quiz, die alle mit einbeziehen, bei der Einzelne aber Führung übernehmen müssen." Das Projekt vereinige wichtige Arbeiten an den Schlüsselqualifikationen: Präsentieren können, der freie mündliche Vortrag, die Recherche- und Medienarbeit und natürlich die Leistungen in der Gruppe. "Für ein Experiment dieser Art ist eine Bücherhalle ein sehr geeigneter Ort."