Der Hamburger Hobbyfotograf Johannes M. Rauprich zeigt beeindruckende Landschaften, Straßenszenen und Gebäude, die er während einer Italienreise aufgenommen hat.
Während seiner Reisen in den Norden Italiens hat er die alte Universitätsstadt Padua, 35 km westlich von Venedig, lieben gelernt. Das historische Stadtzentrum überrascht trotz Geschäftigkeit mit einer angenehmen und entspannten Atmosphäre. Nahe bei "Il Santo", der Kathedrale mit dem Grab des heiligen Antonius, ist der "Prato della Valle", ein kreisrunder Park mit einem Springbrunnen im Zentrum, eine beliebte Fotokulisse. Im Schatten einer der Platanen sitzend, beobachtet Rauprich die Szenerie und drückt mit viel Gefühl für den richtigen Augenblick auf den Auslöser seiner Kamera.
Im Umfeld Paduas gibt es zahlreiche, weniger bekannte architektonische Schönheiten zu entdecken, zum Beispiel die "Villa Contarini", das Vorbild für das Schloss von Versailles. Ebenso das private Flugzeugmuseum "San Pelagio", von wo aus eine Staffel italienischer Kampfflieger 1918 zur ersten Alpenüberquerung per Flugzeug aufbrach.
Einige Bilder zeigen den morbiden Charme Venedigs von der Wasserseite aus. Kanäle schlängeln sich an erdfarbenen Häuserfassaden entlang. Darüber spannt sich Wäsche und unwillkürlich fragt man sich, welchem Hausbewohner die wohl gehören mag? Dem linken oder rechten oder teilen sich beide Mieter eine Leine? Nördlich der Alpen ist so etwas wohl nur im Wäschekeller möglich, während sich im sonnigen Süden das Leben mehr auf der Straße oder in diesem Fall auf dem Kanal abspielt.
Johannes M. Rauprich wurde 1943 in Schlesien geboren. In Hamburg studierte er zunächst Grafik, später Psychologie und Altmittelamerikanismus. Heute ist er als Therapeut tätig. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Malerei, Zeichnen und Fotografie.
Die Ausstellung kann bis zum 25. Februar 2010 während der Öffnungszeiten in der Bücherhalle Alstertal besucht werden.