Mann protestiert mit roter Fahne auf der Straße

68: Pop und Protest

50 Jahre ist es her, dass die Menschen 1968 weltweit begannen für ihre eigenen Rechte einzustehen, und versuchten ihre Ideen von Freiheit und Selbstbestimmung in Form von Protesten durchzusetzen.

Aus diesem Anlass zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) in seiner Ausstellung "68. Pop und Protest" mit Kunstwerken, historischen Dokumenten, Plakaten, Fotografien und mehr, was die Menschen 1968 in Hamburg, Deutschland und der Welt bewegte. Die Ausstellung gruppiert sich um die 1969 entstandene Spiegel-Kantine, die im Herbst 2012 in das Museum überführt wurde.

Rund um das Thema finden Sie in unserer eBuecherhalle bei Freegal Music eine eigens angefertigte Playlist mit Pop- und Protestsongs der 1960er und 1970er Jahre von den Bücherhallen Hamburg. Bei Filmfriend steht Ihnen ebenfalls eine Auswahl an Filmen zum Thema zur Verfügung. Beide Playlists sind bei den genannten Anbietern unter "Pop und Protest" zu finden.

Im Jahr 1968, dem revolutionären Jahr der nationalen und internationalen Proteste, wurde sich gegen autoritäre Strukturen des Staates aufgelehnt. Die Menschen hofften auf eine faire Welt ohne Unterdrückung, glaubten an eine gerechtere Gesellschaft und an Freiheit und Selbstbestimmung. Ihre gewaltfreien "Waffen" waren progressive Musik, unkonventionelle Mode, kontroverses Theater, kritische öffentliche Streitgespräche und gesellschaftskritisches Autorenkino.

Heute im Jahr 2018 scheint eine freiheitliche und demokratische Lebensweise, die Entfaltung des Individuums, die Rede- und Pressefreiheit sowie Offenheit gegenüber dem Fremden (wieder) auf dem Spiel zu stehen. Deshalb scheint es wichtiger denn je, die Ideen von Freiheit und Selbstbestimmung erneut im kollektiven Gedächtnis zu verankern.

Fotonachweis: Gerd Conradt, Farbtest – Rote Fahne, 1968, Farbfilm, 16 mm, 12 Min. / Videostill, © Gerd Conradt, Mandala Vision

68. Pop und Protest - Flyer des Museums für Kunst und Gewerbe