Ein Mann sitzt mit zwei Kindern auf einem Moped

Vietnam - Kein Paradies für Menschenrechte

In Kooperation mit der Koordinationsgruppe Vietnam von Amnesty International und der Bücherhalle Barmbek fand am 11. Mai ein Online-Vortrag zur Menschenrechtssituation in Vietnam statt.

Vietnam besitzt atemberaubende Landschaften, bezaubernde Weltkulturerbestätten und eine lebensfrohe, anpackende Bevölkerung. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem touristischen Hotspot entwickelt. Die Wirtschaft prosperiert, viele Produkte, die wir hier in Deutschland kaufen, werden in Vietnam hergestellt und mittlerweile haben es einige Leute im Land zu Wohlstand gebracht.

Ein weit weniger idyllisches Bild zeichnet die Vietnamexpertin Genia Findeisen von Amnesty International in ihrem Online-Vortrag.

Rechte wie freie Meinungsäußerung und Presse- und Versammlungsfreiheit unterliegen im südostasiatischen Land strikten Einschränkungen. Die kommunistische Führung geht verstärkt gegen Kritiker*innen vor, so werden Andersdenkende und friedliche politische Aktivist*innen regelmäßig Opfer von Menschenrechtsverletzungen.

Doch nicht nur Aktivist*innen sind betroffen von unfairen Gerichtsverhandlungen und lang andauernden Inhaftierungen unter schlechten Haftbedingungen. Auch kritische Journalist*innen wie Pham Thi Doan Trang, Nguyen Van Hoa und Tran Thi Tuyet Dieu wurden in den letzten Jahren wegen ihrer Äußerungen gegenüber dem Staat festgenommen.

Propaganda gegen den Staat, die Störung der öffentlichen Ordnung, der Missbrauch der demokratischen Freiheit oder Aktivitäten gegen die Volksregierung sind nur einige der fadenscheinigen Gründe für die Verhaftung von Regierungskritiker*innen.

Wer an diesem Abend nicht dabei sein konnte oder sich weiter zu dem Thema informieren möchte, ist herzlichst eingeladen die Webseite (https://www.amnesty.de/informieren/laender/vietnam) von Amnesty International zu besuchen oder die Koordinationsgruppe Vietnam unter info@amnesty-vietnam.de zu kontaktieren.