Johannes Prassek: "Barmbeker Jung" und Märtyrer

Mi, 15.09.2021

19:00 Uhr · Bücherhalle Barmbek
Eintritt frei

In diesem Jahr wird der 110. Geburtstag des in Barmbek aufgewachsenen und in Lübeck als Priester wirkenden Johannes Prassek gefeiert. Der Lübecker Kaplan zeichnete sich schon als junger Mann durch eigenständiges Denken aus. So wurde er auch in der Nazi-Zeit ein widerständiger Geist. Er bezog Stellung, unter anderem in Predigten, gegen das NS-Euthanasieprogramm und die NS-Weltanschauung. Dabei stellte er sich in eine Reihe leider nur sehr weniger seiner Amtsbrüder, die diesen Schritt gingen. Aufgrund seiner offen ausgesprochenen Kritik am Nationalsozialismus ist Johannes Prassek, als einer der vier Lübecker Märtyrer in Hamburg hingerichtet worden.

Michael Grill und Nicole Schneider von der Geschichtswerkstatt Barmbek werden in einer Lesung auf das zwiespältige Verhalten der Kirchen - auch in Barmbek - in der Zeit des Nationalsozialismus eingehen, aber den Blick schwerpunktmäßig auf die Biografie von Johannes Prassek richten.

Ergänzt wird die Lesung mit Gedichten und Versen von Rocco Giordano.

Eine Anmeldung zur Lesung wird auf Grund der aktuellen Beschränkungen empfohlen: Telefon 040/29 15 91; E-Mail barmbek@buecherhallen.de oder vor Ort.

Bild©Geschichtswerkstatt Barmbek