Programmierworkshop für Kinder

Kreativer Umgang mit Medien und Technik

In der Bücherhalle Bergedorf fanden am 4. und 6. Juli 2018 im Rahmen des Sommerferienprogramms 53° zwei Veranstaltungen statt, bei denen es um den kreativen Umgang mit neuen Medien ging. Im Fokus beider Veranstaltungen standen Teamarbeit, Kreativität und die Kombination aus haptischen und digitalen Medien.

Programmierworkshop mit dem Roboter Dash

Im Programmierworkshop lernten sechs Kinder im Alter von 8-11 Jahren den Roboter Dash kennen. In dem zweistündigen Workshop ging es vorrangig um das Programmieren des Roboters auf einem Tablet.

Dafür musste zunächst eine Umgebung für den Roboter geschaffen werden, durch die er sich später bewegen sollte. Dafür wurde fleißig gemalt und es entstand ein toller Zoo, der auf dem Fußboden befestigt wurde. Anschließend wurde der Roboter mithilfe der App "Blockly" auf Tablets in Kleingruppen programmiert. Diese App ermöglicht es den Kindern dank einer visuellen Programmiersprache Befehle durch die Drag und Drop-Funktion aneinanderzureihen, die der Roboter bei Verbindung mit dem Tablet ausführt. Nach einer kurzen Einführung in die App legten die Gruppen los und bestimmten, welchen Weg der Roboter durch den Zoo nehmen und welche Geräusche oder Animationen ausgeführt werden sollten.

Nun kam dann der spannendste Moment: Jede Gruppe verband den Roboter per Bluetooth mit dem Tablet, stellte ihn an die Startposition und betätigte die "Play"-Taste auf dem Tablet, sodass Dash nun den programmierten Befehlen folgte. Aufgeregt verfolgten die Kinder den Weg des Roboters und prüften, ob er alle Befehle ausführte und ob diese auch auf die Wege im Zoo abgestimmt waren. Am Ende gingen fast alle mit dem Wunsch, einen eigenen Roboter zu besitzen nach Hause.

Stop Motion-Werkstatt

Zwei Tage später fand ein dreistündiger Stop Motion-Workshop statt, an dem sechs Kinder im Alter von 8–12 Jahren teilnahmen. Zu Beginn lernten sie, welche Bestandteile zu einer Geschichte gehören und was ein Storyboard ist. Das Storyboard wurde in der ersten Arbeitsphase in kleinen Gruppen gemalt und es entstanden viele kreative Geschichten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung sollte diese Geschichten mithilfe der App "Stop Motion" auf einem Tablet zu einem kleinen Film werden: Dafür mussten Requisiten gebastelt, der Ablauf geprobt und viele Fotos gemacht werden. Anschließend ging es an die Bearbeitung und Überprüfung, ob die Inhalte stimmig sind und die Fotos gelungen. Manchmal war der Hintergrund verrutscht, sodass Fotos neu aufgenommen werden mussten. Per Mikrofon wurde ein Text eingesprochen. Nach zweieinhalb Stunden gab es dann die große Präsentation: Jede Gruppe stellte ihr Storyboard und ihren eigenen Stop Motion-Film vor.

Entstanden sind drei fantastische Filme, die sich wirklich sehen lassen können - schauen Sie doch mal rein!