Heimkino: Neue Filmtipps

Supermarkt

Henry Hellwege, Bibliothekar in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg:

Nachdem wir Ihnen mit "Manche hatten Krokodile" bereits eine Dokumentation über St. Pauli empfohlen hatten, nun ein Spielfilm, der in den 70er Jahren in den Straßen St. Paulis spielt. Der Kleinkriminelle und Stricher Willi, aus dem Heim geflohen und von der Polizei gesucht, trifft auf eine von Eva Mattes gespielte Prostituierte. Von einem Überfall auf einen Geldtransporter erhofft Willi sich die Mittel, um beide aus ihrer prekären Lage zu befreien. Dem heute 80jährigen Regisseur Roland Klick ist mit diesem Film eine jederzeit spannende, kraftvolle Mischung aus Sozialdrama und Krimi gelungen.

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Mother

Henry Hellwege, Bibliothekar in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg:

Szenenwechsel: Vom heimischen Kiez in die Provinz Südkoreas. Ein etwas beschränkter junger Mann wird für den Mord an einer Schülerin verhaftet und gesteht. Nur seine Mutter glaubt an seine Unschuld und beginnt die Suche nach dem wahren Täter. Die manchmal durchaus zweifelhaften Ermittlungen der titelgebenden Mutter bringen in der südkoreanischen Kleinstadt einige Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären, ans Tageslicht. Dem Regisseur des Oscar-Gewinners "Parasite" ist mit "Mother" ein beeindruckender Mix aus Psychodrama und Thriller mit durchaus lustigen, sarkastischen Szenen gelungen. Von Regisseur Joon-Ho Bong bietet filmfriend außerdem den ebenfalls empfehlenswerten Thriller "Memories of Murder" zum Streamen an.

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The Guard – Ein Ire sieht schwarz

Henry Hellwege, Bibliothekar in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg:

Zur Abwechslung eine überaus komische Kriminalkomödie aus Irland: Die Alltagsroutine eines mürrischen irischen Dorfpolizisten im idyllischen Connemara wird durch einen Mord und einen Drogenschmugglerring empfindlich gestört. Noch mehr allerdings durch das Auftauchen eines studierten schwarzen FBI-Agenten, der die Verbrechen tatsächlich aufklären will und das eingespielte Dorfleben gehörig durcheinanderbringt. Aus dieser Konstellation der beiden gegensätzlichen Figuren, die sich nach allerlei absurden Ereignissen und politisch inkorrekten Pointen dann doch anziehen, zieht der Film seinen Charme.

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