Intelligente Unterhaltung von T. C. Boyle

T. C. Boyle: Sind wir nicht Menschen

Ulrike Kohn, Zentralbibliothek:

T. C. Boyle greift in seinen scharfsinnigen und bizarren Erzählungen wieder ethische Fragen unserer Zeit auf. Genmanipulation und die Folgen von menschlichen Eingriffen in die Natur sind erneut Themen seiner spannenden Geschichten.

Eine Erzählung spielt im Zoo, wo eine Hochzeit stattfindet. Ein Tiger, der seiner natürlichen Umgebung beraubt wurde, greift Jugendliche an, die ihn provoziert haben. In einer anderen Geschichte geht es um einen Kinderwunsch, der im Labor zur Realität wird. In einer weiteren Erzählung zieht ein Paar in ein Haus ein, in dem es von Ameisen nur so wimmelt.

Wie wirkt sich eine ausufernde Technologie auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen aus? In welcher Beziehung stehen wir Menschen zu den Tieren und zur Natur? T. C. Boyle gibt hier keine schnellen und eindeutigen Antworten, sondern fordert uns dazu heraus, uns in verschiedene Perspektiven einzufinden und uns somit selbst in Frage zu stellen.

Verfügbar als Buch, MP3, eBook und eAudio.

Die deutschen Erzählungen liest Florian Lukas und die Titelgeschichte "Are We Not Men" liest im Originalton T. C. Boyle.

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T. C. Boyle: Wassermusik

Der Autor beschreibt in dem 1981 erstmals erschienenen Roman das abenteuerliche Leben des schottischen Afrikaforschers Mungo Parks. Dieser gelangte 1795 als erster Europäer im Auftrag der Londoner "African Association" die Ufer des 4000 km langen Niger. In der gut recherchierten Geschichte siedelt T. C. Boyle unvergessliche Figuren an, die das Lesen dieses Romans zu einem spannenden, zeitweilig skurrilen Genuss machen.

Der Arzt und Botaniker Parks wusste, dass die vorangegangenen Expeditionen ins unerforsche Westafrika gescheitert waren, und er sich auf eine Reise begab, von der er möglicherweise nicht lebend zurückkehren würde. Trotzdem machte er sich auf den langen Weg ins Unbekannte und hatte viel Glück im Unglück: er überstand Malaria, wurde ausgeraubt, gefangen genommen und vieles mehr - kehrte aber schließlich nach England zurück, wo er als "Entdecker des Niger" gefeiert wurde. 1805 brach er zu seiner zweiten Erkundungsfahrt auf, von der er nicht zurückkehrte.

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T. C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist

Apokalyptischer Roman zum Thema Umweltzerstörung. Mit großem Ernst und Engagement widmet sich Boyle der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen" und der Frage, ob dort, wo der Mensch in die Natur eingreift, katastophale Entwicklungen noch abzuwenden sind.

Schauplatz des Romans sind die Channel Islands vor der Südküste Kaliforniens. Hier geraten Umweltschützer zweier verschiedener Fraktionen aneinander, die beide auf unterschiedliche Art versuchen wollen, das durch Menschenhand zerstörte ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen.

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