Bücherzwerge

Eine Frau zeigt einem Kind ein Bilderbuch

Sprachförderung in Wohnunterkünften

In Hamburg leben viele Tausend Menschen unterschiedlicher Herkunft in Wohnunterkünften, darunter zahlreiche Großfamilien. Mangelnde Sprachkenntnisse, Armut und Ausgrenzung erschweren erheblich die Integration. Die Kinder beginnen mit geringen Startchancen den Schulalltag. In der Schule kommen sie teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben mit Büchern in Kontakt, zugleich sind sie sprachlich überfordert.

Um was geht es?

Müttern und ihren Kindern bis drei Jahren wird ein buntes Programm aus Liedern und Fingerspielen zum Mitmachen geboten, anschließend gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken. Wenn Grundschulkinder zu den Treffen kommen, wird mit ihnen gemeinsam gelesen, vereinzelt gibt es auch Unterstützung bei den Hausaufgaben. Ziel des Projekts ist, Freude an der Sprache zu wecken sowie Kleinkinder, Grundschulkinder und deren Mütter spielerisch und abseits von schulischen Lernsituationen an das Medium Buch heranzuführen und dadurch zugleich auch die Mutter-Kind-Bindung zu unterstützen.

Die Gruppen werden von Ehrenamtlichen in Teamarbeit (jeweils zwei Frauen) geleitet. Sie wurden auf ihre Tätigkeit durch eine verbindliche, intensive Schulung vorbereitet. 

Die "Bücherzwerge", gegründet Ende 2010, finden einmal wöchentlich in zwei Hamburger Wohnunterkünften statt: Duvenstedt und Fuhlsbüttel (Erdkampsweg). Weitere Wohnunterkünfte sind nicht geplant, denn das Projekt lief offiziell Ende 2015 aus und wird nur noch an diesen beiden Standorten durchgeführt. Weitere Ehrenamtliche werden derzeit nicht gesucht.

Die "Bücherzwerge" sind ein Projekt der Bücherhallen Hamburg in Kooperation mit f & w fördern und wohnen.