Foto: Zwei geflüchtete Autoren mit Sven j. Olsson

Fluchtpunkt Hamburg - Texte im Exil

Am 20. Juni 2018, dem Weltflüchtlingstag, fanden in 5 Bibliotheken Lesungen mit AutorInnen statt, die aus politischen Gründen aus ihren Heimatländern fliehen mussten. 

In der Bücherhalle Eidelstedt waren Schülerinnen und Schüler zu Lesung und Gespräch mit zwei Geflüchteten eingeladen, die ihre Erlebnisse schilderten.  Unter Moderation von Sven j. Olsson lasen Ananya Azad und Omid Rezaee aus dem Buch "Fluchtpunkt Hamburg: Texte im Exil" und berichteten von ihren eigenen Erfahrungen.

Die Anthologie versammelt die literarischen Stimmen von 22 Autorinnen und Autoren, BloggerInnen und JournalistInnen, die aufgrund ihrer abweichenden Meinungen ihre Heimatländer verlassen mussten und nun mit einer doppelten Schwierigkeit konfrontiert sind: sie haben nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihr Handwerkszeug, die Sprache, verloren.

Die Schüler hatten viele Fragen: Warum flüchtet man aus seinem Heimatland, was geschieht mit der Familie und Freunden, die man zurücklässt? Warum erlauben manche Länder keine Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung von Frauen und Männern? Wie gestaltet sich eine solche Flucht; flieht man im Alleingang oder gab es jemanden, der zur Hilfe kam?

In einer Zeit, in der Menschen mit Halbwahrheiten und Lügen verunsichert werden, eine besonders wichtige, aufklärende Veranstaltung, die Informationen aus erster Hand bot.

Um etliches Wissen, viel Stoff zum Nachdenken und viele neue Eindrücke bereichert, kehrten die Schüler in ihre Schule zurück.