Manja Präkels: "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß"

Mo, 04.11.2019

19:00–21:00 Uhr · Bücherhalle Eimsbüttel
Eintritt frei

Mit Manja Präkels, die ihren mehrfach preisgekrönten Roman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" genau in den Umbruchsjahren angesiedelt hat, wollen wir an diesem Abend über ihr Werk, ihre Erfahrungen und Reflektionen zum Ende der DDR sprechen.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Dreißig Jahre nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik, werden die Stimmen lauter, die die Eigenständigkeit dieses östlichen, anderen Deutschland betonen. Vierzig Jahre lang war hier eine Gesellschaft gestaltet worden, die von sich behauptete, die Konsequenzen aus dem Hitler-Faschismus zu ziehen und das lange in der deutschen Arbeiterbewegung gehegte Emanzipationsversprechen umsetzen zu wollen. Mit der "Wende" war sein Ende besiegelt. Unter dem Schlachtruf "Wir sind ein Volk" wurde die DDR durch die Bundesrepublik Deutschland abgewickelt.

Wie wurde die "Wende", der Untergang der DDR und der ungebremste Aufstieg Deutschlands, die Vereinigung zweier so unterschiedlicher Staaten, von jungen Menschen wahrgenommen? Hatten sie sich eine Befreiung erhofft? Was reagierten sie darauf, dass die Wirklichkeit keine "blühenden Landschaften" hervorbrachte? Wie erlebten sie den Aufstieg des neonazistischen Hasses – nicht nur in Ostdeutschland –, der in den Pogrom-Nächten von Rostock-Lichtenhagen sein Sinnbild fand und welche Erklärung hatten sie für ihn? Vor dem Hintergrund der rechten Wahlerfolge drängt sich die Frage auf, welche Kluft zwischen Ost- und West-Deutschland noch klafft und weshalb sie fortbesteht.

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