Comiczeichnungen und Jutta Bauer bei der Arbeit

Workshop: Wie ein Comic entsteht

Was braucht es eigentlich, um einen Comic zu erschaffen? Welche Aufgaben haben Autor*innen und Illustrator*innen? Und wie kommt man bloß auf all diese brillanten Ideen?

Diese Fragen und viele mehr hat Jutta Bauer einer 1. Klasse in der Bücherhalle Elbvororte beantwortet. Die gelernte Illustratorin ist mit Literaturpreisen ausgezeichnet und konnte auch die teilnehmenden Kinder mit ihren Bildern begeistern. Immer wieder erklangen Ausrufe wie "du kannst richtig gut zeichnen" während des Workshops, in dem die Kinder einen Crash-Kurs in die Welt von Comiczeichner*innen bekamen und Jutta all ihre Fragen zum Thema stellen durften.

Das Allerbeste war jedoch, dass die Schüler*innen mit Jutta Bauer selbst zu Autor*innen werden und ihren eigenen Comic kreieren konnten. Mithilfe von lediglich einem Flipchart und ein paar schwarzen Stiften setzte die Illustratorin die Wünsche und Ideen der Kinder in ihren Zeichnungen um.

Nach kurzer Ideensammlung und Abstimmung stand die Katze "Sissi" als Hauptcharakter fest und wurde durch Juttas Kunst zum Leben erweckt. Es folgte eine turbulente Geschichte, die eine gemeine Maus und eine streitschlichtende Aprikose beinhaltete. Alle konnten sich einbringen und an dem kreativen Prozess der Geschichtenerfindung teilhaben. Von Hauptcharakter über Schauplatz bis zum Dialog der Charaktere hatten die Kinder freie Hand – sie mussten sich nur als Kollektiv entscheiden.

Das Ende der Geschichte hat dann jedes Kind individuell für sich ersonnen und gezeichnet. Bei einigen gab es ein Happy End, bei anderen saß die Maus für immer im Gefängnis. Jutta Bauer unterstützte die Kinder beim Zeichnen, gab noch ein paar Tipps und unterschrieb die fertigen Werke, welche als Andenken mit zur Schule genommen werden durften.

Insgesamt war es ein informativer und kreativer Workshop, bei dem die Kinder nicht nur selbst kreativ wurden, sondern auch wichtige Regeln der Kunst kennenlernten. So durfte die Maus zum Beispiel nicht Jerry genannt werden, weil schon eine bekannte Maus mit diesem Namen existiert und die Sprechblasen wurden erst nach Fertigstellung des Inhaltes geschlossen, damit klar war, wie viel Platz man brauchte.

Der Workshop wurde aus Mitteln der Stadtteilkultur des Bezirksamts Altona finanziert.