Ein Mann und eine Frau stehend mit Mikrofonen in den Händen

Man reist ja nicht, um anzukommen

Die Literaturperformer Vera Rosenbusch und Dr. Lutz Flörke unternahmen am Abend des 14. September 2017 in der Bücherhalle Elbvororte mit ihrem Publikum eine literarische Reise.

Reisen ist neben der Liebe und dem Tod eines der großen Themen in der Literatur. Aber warum reisen wir so gern? Die Gründe sind vielfältig: Um unseren Horizont zu erweitern, uns zu bilden und neue Erfahrungen zu machen. Um dem Alltag zu entfliehen und Abenteuer zu erleben - und um uns selbst zu entdecken - und vielleicht zu verändern.

"Ich reise nicht um anzukommen oder zurückzukehren - ich reise, um zu reisen" schrieb der französische Philosoph Michel Eyquem de Montaigne um 1570. "Wenn man mich fragt, warum ich reise, antworte ich: Ich weiß wohl, wovor ich fliehe, aber nicht, wonach ich suche".

Das literaturbegeisterte Duo präsentierte und interpretierte Texte von Karl May, Alexander von Humboldt, Goethe, Isabel Eberhard und anderen. Dabei bewiesen sie, dass die Annahme, Literaturklassiker seien heute nicht mehr zeitgemäß oder gar langweilig, keineswegs zutrifft.

Auf der "Showbühne" wurde stehend vorgetragen, am "Besinnungstischchen" wurden die gut gewählten Texte (sitzend) kenntnisreich erläutert und Begriffe wie "Reisen" und "Heimat" interpretiert.

Die Texte waren spannend, informativ oder amüsant, und dank der lebendigen Vortragsweise von Vera Rosenbusch und Lutz Flörke, die dies unterstrich, höchst fesselnd. Eigene Geschichten, die das Faible der beiden für Sprache und Skurriles wiederspiegelten, bildeten eine passende Ergänzung zu den ausgewählten Texten.