Geschichte der Bücherhalle Eidelstedt

Innenraum Bücherhalle Eidelstedt

Die Bücherhalle Eidelstedt eröffnete 1930 als Altonaer Zweigstelle in der Kieler Straße 647, damals noch als Stadtbücherei Eidelstedt. 1938 wurde Eidelstedt ein Stadtteil von Hamburg. Im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes wuchsen 1940 Altona und dessen Zweigstellen mit den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen zusammen.

Während des Krieges wurde die Bücherhalle 1943 durch Bomben vollständig zerstört, zwei Jahre später galt der Bestand als verloren. Durch großzügige Bücherspenden konnte die Bücherhalle 1946 im Stellinger Rathaus wiedereröffnet werden. 1949 erfolgte der Umzug an den ursprünglichen Standort in der Kieler Straße 647. Gleichzeitig wurde vom Theken- auf Freihandbetrieb umgestellt.

1961 erfolgte ein erneuter Umzug, nun an den Eidelstedter Platz 10d. Durch die Eröffnung der Bücherhalle Feldrosenweg/Redingskamp stagnierten die Ausleihzahlen, eine Lösung musste gefunden werden. So wurden 1967 die beiden Bücherhallenstandorte am Eidelstedter Platz zusammengelegt. Die Räume waren allerdings viel zu klein, um den Bestand beider Standorte zu vereinen. Viele Bücher mussten im Keller gelagert werden, darunter auch viele Klassiker von Goethe und Schiller. Da die Bücherhalle Eidelstedt die meisten Ausleihzahlen pro Quadratmeter verzeichnen konnte, wurde ein erneuter Umzug immer dringender.

In den 1970er und 1980er Jahren entstand eine Vielzahl von Neubauten in Eidelstedt darunter ganze Wohnblöcke und das Einkaufszentrum. Der Stadtteil entwickelte sich, höhere Einwohnerzahlen bedeuteten auch höhere Ausleihzahlen. Man sprach damals von unaufhaltsamem Wachstum.

Zunächst war Eidelstedt allerdings, wie viele andere Standorte, aufgrund von Sparmaßnahmen des Hamburger Senats, von Schließungsplänen bedroht. Unterschriftensammlungen und Protestaktionen gegen eine Schließung waren letztendlich erfolgreich: Der Standort Eidelstedt wurde gerettet. 1984 erfolgte der Umzug in die heutigen Räume in der Alten Elbgaustraße 8b.

1991 fand die Umstellung des Bibliothekssystems auf EDV statt. Die Bücherhalle musste für einige Monate geschlossen werden, da das Personal den Umgang mit dem Computer lernen und den Bestand in das System einpflegen musste.

Seit 2008 das RFID-System eingeführt wurde, können Kund*innen ihre Medien selbst an Verbuchungsstationen ausleihen. Die selbstständige Medienrückgabe erfolgt seit 2014.

Der Hoeb4U-Bereich für die Jugendlichen wurde 2009 mit der Anschaffung des bequemen roten Sofas vollendet. Seit 2009 befindet sich in der Kinderbibliothek ein Computer mit OPAC-Recherchekatalog, damit auch dort die Verfügbarkeit der Medien recherchiert werden kann.

Seit 2011 unterstützt die PC-Insel die Kund*innen beim Arbeiten, Lernen und Recherchieren. Zudem wurde die Kinderbibliothek 2011 durch eine Wandmalerei der Künstlerin Dorothea Senger verschönert. Das Bild zeigt eine Erlebnis- und Leselandschaft mit vielen Figuren aus beliebten Kinderbüchern wie beispielsweise Mama Muh.

Langjähriger Kooperationspartner der Bücherhalle Eidelstedt ist die SAGA GWG. Durch ihre finanzielle Unterstützung konnten 2010 die ersten Konsolenspiele für die Nintendo DS angeschafft werden. Auch der Start für die Ausleihe von Tiptoi und Ting konnte so realisiert werden. 2014 konnten Bücherhallentaschen mit 5 Medien und einem Tiptoi- oder Ting-Stift ausgeliehen werden. Mittlerweile erfreuen sich die Lernsysteme großer Beliebtheit.

Aktuell erfolgt seit Oktober 2020 die Umstellung auf RFID-Kundenkarten. Kund*innen tauschen ihre Karten mit Magnetstreifen gegen die neuen Kundenkarten aus.