Federschmuck

Tokatakiya - Indianermärchen erleben

Tokatakiya ist ein Wort der Lakota, die wir auch Sioux-Indianer nennen und bedeutet "in Richtung Zukunft". Am 09. und 10. November 2017 präsentierte sich die Zentralbibliothek im Zauber der Ureinwohner Nordamerikas. Im Rahmen der 14. Hamburger Märchentage war am 10. November der Schauspieler und Hörbuchsprecher Till Demtrøder zu Gast und las Indianermärchen.

Da ging es zum Beispiel um den kleinen Indianerjungen Fliegender Stern, der mutig in die Prärie zog, um herauszufinden, wo die großen Büffelherden geblieben sind. Die Schulkinder der dritten, vierten und auch fünften Klassen lauschten gebannt.

Musikalisch begleitet wurde Till Demtrøders mitreißende Erzählstimme von den Hamburger Künstlerinnen Enna und Anna. Vor allem deren Song "Herzensheld" gefiel den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern und so wunderte es nicht, dass der Ansturm nach einem Autogramm riesig war.

Schon einen Tag zuvor roch es in der Kinderbibliothek nach Zedern und der Marktplatz war geschmückt mit ungewöhnlichen Gegenständen, wie einem Bisonschädel, Federschmuck und einem Coyotenfell, das man auch anfassen durfte. 

Authentisch erzählte Gerd Brandt die Geschichte vom "Mädchen ohne Herz", die doch voller Liebe zu einem Arikara-Häuptling war und mit ihrem guten Herzen für Frieden zwischen den Völkern sorgte. Gesänge der "First Nations" erfüllten den Raum und sorgten für eine ganz besondere märchenhafte Atmosphäre.

Die 14. Hamburger Märchentage präsentierten Märchen, Mythen und Legenden der Ureinwohner Nordamerikas, rückten das tiefe Naturverständnis, die Traditionen und Lebensweisheiten der "First Nations" in den Mittelpunkt und brachten den jungen Besucherinnen und Besuchern auf besondere Weise das Kulturgut "Buch" nahe.