Mann mit Smartphone auf einer sommerlichen Wiese

Medienkompetenz Erwachsener: Auch Kinder haben Erwartungen

Politiker, Lehrer, Eltern: Erwachsene sind sich der Bedeutung des Umgangs mit digitalen Medien bewusst und setzen vieles daran, Kindern Medienkompetenz zu vermitteln.

Meist ist damit die Kompetenz gemeint, mit unterschiedlichen Medien zu arbeiten (oft im Zusammenhang mit Film- und Radioprojekten, Computerspielschulen), sie zu bedienen (Computerführerschein) oder im Sinne der Medien- und Informationskompetenz die unterschiedlichen Medienarten vom Buch bis zur Datenbank fachgerecht und zweckdienlich zu benutzen und die Inhalte mit Blick auf Schwierigkeitsgrad und Wahrheitsgehalt richtig einzuordnen.

Aber wie steht es eigentlich mit der Medienkompetenz der Erwachsenen? Die "Studie zur digitalen Mediennutzung in der Familie" des Kinderschutzbundes in Zusammenarbeit mit der Universität Köln hat erstmals die Medienkompetenz von Eltern im Hinblick auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder untersucht und zum Teil erschreckende Erkenntnisse gewonnen.

Jüngere Kinder sind dem Medienverhalten ihrer Angehörigen komplett ausgeliefert. Selbst wenn ältere Kinder bereits eine klare Vorstellung haben, was eigentlich über sie in sozialen Netzwerken gepostet werden sollte, wird das von den Erwachsenen oft nicht beachtet. So gelangen unüberlegt, ohne Zustimmung und Wahlmöglichkeit des betroffenen Kindes, Bilder ins Internet, die im Falle eines Erwachsenen als kompromittierend, unangemessen oder Persönlichkeitsrechte verletzend betrachtet werden würden.

Die Studie klärt auf und gibt Tipps und Empfehlungen, um Erwachsene/Eltern zu sensibilisieren und in ihrer Medienkompetenz zu stärken.