Geschichte der Bücherhalle

Eröffnungsfeier der Bücherhalle Wandsbek

Freiherr von Beust und Bibliotheksdirektor Joerden bei der Eröffnungsfeier der Bücherhalle Wandsbek

Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Bücherhalle am 24. August 2006 entstand dieser Rückblick auf die Entwicklung der Bücherhalle Wandsbek, der seitdem regelmäßig ergänzt wird.

Die Bücherhalle wurde im Sommer 1956 in der Wandsbeker Marktstraße 20, einem historischen Standort eröffnet: Hier stand einst das Geburtshaus des Dichters Matthias Claudius, dessen Namen die Bücherhalle seitdem trägt.

Bezirksamtsleiter Freiherr von Beust eröffnete am 27. Juli 1956 mit einem Festakt die Bücherhalle Wandsbek. Als ersten Kunden der neuen Bücherhalle meldete er persönlich seinen Sohn Ole von Beust, den späteren Hamburger Bürgermeister an und brachte damit seine Wertschätzung für die Institution "Bücherhalle" zum Ausdruck.

1899 war die erste Öffentliche Bücherhalle auf Initiative des Rechtsanwalts Dr. Eduard Hallier von der Patriotischen Gesellschaft an den Kohlhöfen eröffnet worden. Dr. Rudolf Joerden, von 1938 bis 1966 Direktor der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, freute sich sehr, Dr. Hallier auch bei der Eröffnung der Matthias Claudius Bücherhalle unter den Gästen begrüßen zu können.

Die neue Bücherhalle startete mit einem Bestand von 16. 000 Büchern. In den ersten 1 1/2 Jahren liehen 2.000 Kunden 100.000 Bücher aus.

Ein halbes Jahrhunder später präsentierte die Bücherhalle auf 700 qm im Wandsbeker Quarree rund 50.000 Medien. Die Statistik wies 5.000 Kunden aus und jährlich 160.000 Besucher, die mehr 300.000 Medien ausliehen.

Neben Büchern umfasste das Angebot inzwischen auch andere Informations- und Unterhaltungsmedien, zum Beispiel Zeitschriften und Tageszeitungen, Musik-CDs, Videos und DVDs, CD-ROMs, Hörbücher, Brett- und Konsolenspiele.

Weitere Veränderungen hatte die Einführung der EDV Ende der 1980er Jahre gebracht. Statt der hölzernen Katalogkästen, bestimmten jetzt Computer das Bibliotheksbild, die es den Kunden ermöglichten, selbst nach gesuchten Medien zu recherchieren.

Ab 11. September 2008 konnten Kunden in der Bücherhalle Wandsbek an Verbuchungsstationen mit ihrer Kundenkarte eigenständig Medien ausleihen. Die damals neue RFID-Technik machte dies möglich.

Ein Jahr später stand erneut ein Umzug an. Am 14. Oktober 2009 wurde die Bücherhalle Wandsbek feierlich im Neubau in der Wandsbeker Allee 64 eröffnet.

Mit zwei Ebenen entstand hier auf 846 Quadratmetern eine moderne große Stadtteilbücherhalle in komplett neuem Gewand.

Im Erdgeschoss hat neben Romanen und AV-Medien auch der Bereich für Kinder (Kibi) seinen Platz gefunden. Mit dem maritimen "Atlantis-Ambiente" hat die Künstlerin Dorothea Senger eine Leselandschaft erschaffen, die vormittags einen stimmungsvollen Rahmen für die Gruppenarbeit mit Kitas und Schulen bietet und nachmittags Kinder aller Altersgruppen zum Verweilen anregt.

Der Jugendbereich erhielt als Dependance der Jugendbibliothek das Design der Hoeb4U. Das rote Sofa lädt zum Schmökern ein und die Medien, die hier angeboten werden, sind speziell auf die Interessen dieser Altersgruppe ausgerichtet.

Im Obergeschoss befinden sich die Sachliteratur, die Zeitschriften-Ecke und die Informationsinsel mit PCs für die Kunden.

Ende 2014 wurden im Obergeschoss zwei Gruppenräume installiert, die es nun ermöglichen, auch während der Öffnungszeit in Ruhe zu arbeiten oder Veranstaltungen durchzuführen.

Leitung und 1. Fami in der Bücherhalle Wandsbek

Bücherhallenleitung Frau Schön mit Mitarbeiterin Frau Nitschke

Jubiläum: Im Juli 2016 feierte die Bücherhalle ihren 60. Geburtstag! Mit einem abwechslungsreichen Festprogramm für kleine und große Besucher wurde der runde Bücherhallengeburtstag würdig begangen.

Im April 2017 wurde in der Bücherhalle ein Rückgabeautomat installiert, der es Kunden ermöglicht, auch außerhalb der Öffnungszeiten Medien zurückzugeben.