Plakat mit Bildern der Opfer des Anschlags von Hanau

Gedenken an die Opfer von Hanau

Am Freitag, den 19. Februar 2021, war der erste Jahrestag der rassistischen Morde von Hanau. In den Medien gab es in den letzten Tagen viele Berichterstattungen, die Angehörigen und Überlebenden kamen zu Wort. Dennoch fallen in den Berichten häufig Bezeichnungen wie "Ausländerfeindlichkeit" oder "Fremdenfeindlichkeit". Immer noch scheuen sich viele Medien, Rassismus auch als solchen zu benennen.

Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Păun waren keine Ausländer oder Fremde. Sie wurden in Deutschland geboren oder lebten seit vielen Jahren hier.

Die Bücherhalle Wilhelmsburg will ein Zeichen setzen und stellt die Namen und Gesichter der Opfer aus und präsentiert eine Auswahl an Literatur gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Im Rahmen der #SchauHin Ausstellungs- und Aktionswochen zu den Opfern des NSU und Rechter Gewalt gibt es bis zum 10. April 2021 auf der Elbinsel Wilhelmsburg weitere Veranstaltungen zum Thema Rassismus und Rechtextremismus. Die Aktion wurde initiiert vom Netzwerk gegen Rechts Wilhelmsburg, dem neben den Bücherhallen Kirchdorf und Wilhelmsburg zahlreiche Institutionen aus Kultur, Bildung und Sozialem angehören.

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