Zwei Frauen auf dem Podium

360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Auftaktveranstaltung am 12. Dezember 2018 in der Zentralbibliothek, anlässlich des Starts des Kompetenzclusters "Vielfalt@Bücherhallen" zum interkulturellen Öffnungsprozess.

Gemeinsam mit dem Altonaer Museum, dem Museum am Rothenbaum (MARKK) und dem Thalia Theater gehören die Bücherhallen Hamburg zu den 17 Kultureinrichtungen, die 2017 im Rahmen des Programms "360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" von der Kulturstiftung des Bundes zur Förderung ausgewählt wurden.

Der Fond unterstützt Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen sowie spartenübergreifende Institutionen und kunst- und kulturhistorische Museen, die sich mit Fragen der kulturellen Vielfalt befassen: Vor dem Hintergrund von Einwanderung und kultureller Diversität sollen die ebenso chancenreichen wie kontroversen Zukunftsthemen aktiv in die eigenen Häuser und in die Stadtgesellschaft getragen und strukturelle Ausschlüsse im Kulturbetrieb vermindert werden

Für die Bücherhallen Hamburg heißt dies konkret: 35 offene Türen in der Stadt, die alle Ethnien und Kulturen einladen, die Bibliotheken im Stadtgebiet zu "ihren" Kultur- und Begegnungsstätten zu machen. Hella Schwemer-Martienßen, Direktorin der Bücherhallen Hamburg: "Das System wird die Personalstruktur durch die vermehrte Einstellung und Förderung von MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund verändern, seine Kompetenzen für interkulturelle Öffnungsprozesse verbessern und lernen, dieses Wissen an andere Kultureinrichtungen und Öffentliche Bibliotheken in Hamburg und deutschlandweit weiterzugeben."

Nach den Grußworten von Hella Schwemer-Martienßen und Anna Zosik, Projektleitung 360° der Kulturstiftung des Bundes, erläuterten Janette Achberger und Amandeep Saini-Egbers von den Bücherhallen Hamburg die nächsten Planungsschritte. Anschließend führten Dr. Rita Panesar und Elisabeth Wazinski, KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. mit dem Impulsreferat "Was heißt schon normal?" in das Thema 'Vielfalt in den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen' ein.

In der Fortbildungsreihe "Vielfalt@Bücherhallen", die von den beiden Referentinnen durchgeführt wird, werden 15 MitarbeiterInnen der Bücherhallen Hamburg sowie GastteilnehmerInnen aus dem MARKK, dem Altonaer Museum und dem Thalia Theater zu ExpertInnen und MultiplikatorInnen in Bezug auf die Öffnung ihrer Häuser für Vielfalt und Interkulturalität.

"Wir können alle viel gewinnen, wenn wir Barrieren abbauen und Vielfalt zur Normalität werden lassen. Hier in der Stadt, deutschlandweit, weltweit!" (aus den Schlussworten von Elisabeth Wazinski)