Frau vor der Zentralbibliothek am Hühnerposten

Kultur.Spur: Tag des Offenen Denkmals 2022

Die heutige Zentralbibliothek am Hühnerposten hat eine spannende Biografie: Das ehemalige Bahnpostamt wurde vor 115 Jahren als repräsentatives Gebäude von Kaiser Wilhelm persönlich eröffnet.

Im Laufe seiner mehr als ein Jahrhundert dauernden Historie erfuhr das 1907 gebaute eindrucksvolle Backsteingebäude viele architektonische Umbrüche und Erweiterungen und beeindruckt heute durch seine Stilpluralität.

Hauptmieter des markanten Gebäudes sind die Bücherhallen Hamburg – doch viele Hamburger Bürger*innen kennen die moderne Bibliothek noch als Hauptpost der Stadt.

In diesem Jahr konnten Sie die Geschichte des Hauses am Tag des offenen Denkmals über verschiedene Angebote erleben: In drei einstündigen Führungen am 10. September 2022 erfuhren Sie hinter den Kulissen der Bibliothek mehr über die verschiedenen Bauphasen, Materialien und stilistischen Besonderheiten des Gebäudes.

Auf Spurensuche begibt sich auch ein Podcast. Es geht um Geschichten, die nur der Hühnerposten schreibt. Wie war es hier früher? Hören Sie hier interessante Geschichten und Anekdoten von Menschen, die das Gebäude aus der Zeit kannten, als hier noch das ehemalige Hauptpostamt ansässig war.

In der Medienausstellung der Zentralbibliothek konnten sich Interessierte schlau machen über Denkmäler, die Baugeschichte der Stadt Hamburg, Architektur und angrenzende Themen. Auf einem iPad konnten dort die Podcast-Folgen direkt vor Ort im Hühnerposten angehört werden.

Hier finden Sie eine Medienauswahl zum Thema

Geschichten des Hühnerpostens
Ein Podcast der Bücherhallen Hamburg

In diesem Podcast der Bücherhallen Hamburg zum Tag des offenen Denkmals geht es um Geschichten, die nur der Hühnerposten schreibt. Heute hat die Zentralbibliothek ihren Standort am Hühnerposten, doch wie war es hier früher? Wer war im Gebäude nahe des Hamburger Hauptbahnhofs zu finden, wer hat hier gearbeitet? Wir sprechen mit Menschen über deren Geschichten rund um das ehemalige Hauptpostamt.

Episode 1: Kindheit in Hamburg St. Georg

Mit der Oma die Rente am Hühnerposten holen

Erfahren Sie spannende Erlebnisse und Begegnungen eines Mädchens aus dem alten Hamburg St. Georg. Wie entdeckte ein Kind die Plätze des Stadtteils, die es heute nicht mehr gibt? Ulrike Kohn, Bibliothekarin in der Zentralbibliothek, spricht mit Lisette Grunenberg. Sie hat als Kind den Stadtteil zu Fuß erkundet und dort viel Spannendes entdeckt, was es heute nicht mehr gibt: Märkte, ein Theater und das ehemalige Hauptpostamt, in dem Sie zusammen mit ihrer Großmutter die Rente abholte. Schon als Kind hat sie als "Touristenführerin" ausländischen Gästen die interessantesten Plätze des Quartiers gezeigt.