Eine Frau und drei Männer auf einer Bühne

Lange Nacht der Literatur: Poetry Slam

Sieben Bücherhallen beteiligten sich am 1. September 2018 an der 5. Langen Nacht der Literatur. Und so vielfältig wie die Literaturszene waren auch die Veranstaltungsangebote.

In der ausverkauften Zentralbibliothek präsentierten Kampf der Künste und die Bücherhallen Hamburg einen Poetry Slam. Rasmus Blohm, selbst erfolgreicher Poetry Slammer und einer der Moderatoren vom Kampf der Künste, moderierte mit leichter Hand und spitzer Zunge den unterhaltsamen Abend.

Aber was genau ist eigentlich Poetry Slam? Menschen kommen auf die Bühne und tragen in 5-6 Minuten selbst verfasste Texte vor. "Wir verschleißen junge Talente im Sekundentakt" kommentierte Rasmus Blohm sarkastisch. Themen und Textform sind nicht vorgegeben, es darf gereimt, gerappt, vorgelesen oder frei vorgetragen werden. Poetry Slam ist mal witzig, mal ernsthaft, kann laut oder leise sein. Aber eines ist Poetry Slam immer: eine beeindruckende Wortspielerei.

Schnell waren fünf Juroren aus dem Publikum gefunden, die durch die Vergabe von 1-10 Punkten jeden Vortrag bewerten sollten. Dann erklang auch schon die "Kampf der Künste"-Fanfare. Unter großem Applaus -den hatten ja alle mit Rasmus Blohm vorher eingeübt- betrat Danny Grimpe als erster von 5 Poeten und 2 Poetinnen die Bühne. Schlag auf Schlag wurde das begeisterte Publikum Zeuge, wie viele Facetten Lyrik zu bieten hat. Nachdem alle Teilnehmer ihre beeindruckenden Texte in rasantem Tempo vorgetragen hatten, lagen in der Punktewertung alle dicht beieinander.

Meral Ziegler, Hinnerk Köhn und Marcel Schneuer gelang der Einzug ins Finale. Der Applaus des Publikums ernannte am Ende Marcel Schneuer zum Sieger des Abends, der die Flasche Whiskey gewann und die 1kg-Hantel mit nach Hause nehmen durfte.