Die äußerste deutsche Rechte und der Krieg in der Ukraine

Mi, 28.09.2022

18:00–19:30 Uhr · Zentralbibliothek · Hauptdeck, E1
Ab 16 Jahren · Eintritt frei

Vortrag und Diskussion innerhalb der Reihe "Was wäre wenn…? Über aktuelle Gefährdungen der Demokratie" der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Der russische Überfall auf die Ukraine hat auch in der äußersten deutschen Rechten zu Kontroversen geführt. Der Großteil des Spektrums schwankt zwischen pro-russischen Positionen und vorgeblicher Neutralität, nur eine Minderheit solidarisiert sich mit der ukrainischen Rechten. Diese Konstellation scheint überraschend, kann jedoch auf weltanschauliche Traditionen aufbauen. Der Historiker Dr. Volker Weiß beleuchtet die wechselnden Sichtweisen auf Russland in der Geschichte des deutschen Nationalismus, analysiert die zugrundeliegenden Politik- und Raumvorstellungen und ordnet neu erscheinende Phänomene wie den "rechten Pazifismus" ein.

Dr. Volker Weiß forscht zu Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten in Deutschland. Weiß ist Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Antisemitismusforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) sowie des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V.. 2021 war er Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Keine Anmeldung notwendig.

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Bild©Heike-Huslage-Koch