Broschüre "Die Bücherhallen im Nationalsozialismus" - jetzt auch auf Englisch verfügbar
2024 haben die Bücherhallen Hamburg zum Anlass ihres 125-jährigen Jubiläums die Historikerin Frauke Steinhäuser mit der Untersuchung der Geschichte der Bücherhallen im Nationalsozialismus beauftragt. Die Ergebnisse der umfangreichen Studie sind bei Repositorium.Hamburg erschienen.
Im Frühjahr 2023 wurde vor der ehemaligen Bücherhalle Mönckebergstraße auf Initiative einer engagierten Hamburgerin ein Stolperstein für Hedda Guradze verlegt. Die ehemalige Mitarbeiterin war 1937 als Jüdin entlassen worden und in die USA emigriert, wo sie sich 1945 das Leben nahm. Mit der Beauftragung des Stolpersteins stellten sich weitere Fragen: Gab es weitere jüdische Mitarbeitende bei den Bücherhallen und welches Schicksal hatten sie? Wie verhielten sich die Mitarbeitenden in einer Zeit der Verfolgung und Propaganda?
Die Studie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die von den 1930er Jahren bis in die Nachkriegszeit bei den Bücherhallen tätig waren – und zeigt dadurch exemplarisch, wie sich die Institution in dieser Zeit verhielt. Die kritische Betrachtung der eigenen Geschichte soll die Bücherhallen heute bei der Vertiefung ihres Leitbildes als Orte der Demokratie, Toleranz und Vielfalt unterstützen.
Die Kurzfassung der Studie – die Broschüre "Die Bücherhallen Hamburg im Nationalsozialismus" – wurde nun auch als englische Fassung veröffentlicht. Die Broschüre steht in Deutsch und Englisch zum Download bereit.
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Bild: Falk von Traubenberg
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Bild: Falk von Traubenberg
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Bild: Falk von Traubenberg
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