Die Beethoven-Sinfonien - Sinfonie Nr. 6

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Inhalt: Die Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 mit dem Beinamen „Pastorale“ entstand 1807/08 und besteht als einzige Sinfonie Beethovens aus fünf Sätzen. Als eines der wenigen Werke des Komponisten mit explizit programmatischem Gehalt wurde die Sinfonie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien uraufgeführt. Als Vorläufer späterer Programmmusik hat Beethoven dieser Sinfonie die Eindrücke eines (Stadt-)Menschen in der Natur und pastoraler (= ländlicher) Umgebung zugrunde gelegt. Die fünf Sätze behandeln dabei verschiedene Situationen, die sich zu einem Gesamtwerk zusammenfügen. „Sinfonia caracteristica oder Erinnerung an das Landleben“ und „Sinfonia pastorella“ (mit dem Hinweis „wer auch nur je eine Idee vom landleben erhalten, kann sich ohne überschriften selbst denken, was der autor [will]“) hieß die 6. Sinfonie in den ersten Skizzen; erst bei der Drucklegung nannte Beethoven sie „Pastoral-Sinfonie oder Erinnerungen an das Landleben“. Da Beethoven der musikalischen Darstellung eines außermusikalischen Inhalts im Sinne der Programmmusik kritisch gegenüberstand und zudem besorgt war, sein Werk könnte von Publikum und Kritik missverstanden werden, fügte er dieser Bezeichnung in Klammern Zusatz „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“ hinzu und bestand auf wortgetreuer Wiedergabe dieser sorgfältig formulierten Bezeichnung auf dem Titelblatt der gedruckten Partitur (was bei der Erstausgabe 1809 allerdings missachtet wurde). „Man überlässt es dem Zuhörer, die Situationen auszufinden“, so der Komponist. „Wer auch je nur eine Idee vom Landleben erhalten, kann sich ohne viele Überschriften selbst denken, was der Autor will.“