Playland USA

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Inhalt: Welche Mythen bestimen die Realität in den USA? Diese Frage liegt diesem Film des Dresdners Sebastian Schindler zugrunde. Er bezeichnet seine essayistischen Hybridfilm, in dem sich Dokumentarisches und Fiktionales misch, als "poetische Zeitreisefantasie", die "die imaginierte Geschichte der Vereinigten Staaten als moderne Märchenwelt" in Szene setzt. PLAYLAND USA ist eine Tour de force durch das kollektive Gedächtnis und die wichtigsten Mythen, die elementarer Teil der US-Geschichte sind. "I feel that we live in a fantasy world 90% of the time," sagt einer der Protagonisten seines Films, den Schindler wohlweislich auf einer Bühne inszeniert. Der Vorhang hebt sich - und auf geht es in die verschwommenen Grenzbereiche zwischen Fakten und Mythen, Vergangenheit und Zukunft, Traum und Realität. Welche Erzählungen machen dieses Land USA aus, dessen Unterhaltungsindustrie immerhin die ganze Welt beliefert? Welche Geschichten bestimmen das Bewusstsein der US-Bürger? Schindler lässt fantastische und magische Szenen mit brennenden Problemen der Gegenwart kollidieren: Rassismus, Populismus, Waffengewalt. Mittels kraftvoller Musik- und Bildassoziationen schlägt sein Film einen Bogen von der Eroberung der sogenannten Neuen Welt vor mehr als 500 Jahren zu einer möglichen künftigen Besiedlung fremder Planeten.