Die Flaggen der ursprünglichen Gründungsmitglieder der BRICS-Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Finanz- und Handelspolitik – Jenseits des Dollars?

Mi, 10.06.2026

19:00–21:00 Uhr · Zentralbibliothek · Hauptdeck, Ebene 1
Eintritt frei

Wankt die Vorherrschaft des Greenbacks? Seit Jahrzehnten ist der US-Dollar das unangefochtene Rückgrat des globalen Finanzsystems. Doch die BRICS-Staaten haben der "Waffe Dollar" den Kampf angesagt. Sie suchen nach Wegen, sich aus der Abhängigkeit von US-Sanktionen und westlich dominierten Institutionen zu befreien. Die BRICS-Staaten stellen das Herz des globalen Finanzsystems infrage – mit großen Plänen und noch größeren Spannungen. Von einer gemeinsamen BRICS-Währung über das Blockchain-Projekt "BRICS Bridge" bis zur New Development Bank, die als Gegenmodell zu IWF und Weltbank gestartet ist: Der Anspruch ist nicht weniger als ein neues finanzielles Machtzentrum. Doch wie realistisch ist der Bruch mit dem bestehenden System? Wie weit kommen die BRICS-Staaten wirklich? Bricht hier ein neues Kapitel der Weltwirtschaft an – oder zerfasern die Ambitionen im geopolitischen Alltag? Der Versuch eines parallelen Finanzsystems prallt auf die Macht des bestehenden. Dazu kommen Rivalitäten zwischen China und Indien, konkurrierende Zahlungssysteme und ein Handelsnetz, das sich vor allem um Peking dreht. Die Veranstaltung beleuchtet diese Thematik und die inneren Spannungen einer Gruppe, die das internationale System verändern will.

Mit Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (ehemaliger Vizepräsident des Kiel Institut für Weltwirtschaft), Prof. Dr. Heribert Dieter (Stiftung Wissenschaft und Politik)

Moderation: André Schünke (NDR)

Ausführliche Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg in Kooperation mit dem GIGA-Institut Hamburg.

Es ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.​

 

 

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