Jadup und Boel

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Inhalt: Jadup ist Bürgermeister einer altmärkischen Kleinstadt. Als in seiner Stadt ein altes Haus einstürzt, kommt ein Buch zum Vorschein, das Jadup als junger Mann kurz nach dem Krieg dem Mädchen Boel schenkte. Der Fund versetzt ihn ihn die Vergangenheit. Jadup, das Umsiedlerkind, hatte sich mit mit Boel angfreundet, ihr Lesen und Schreiben beigebracht. Auch seine Begeisterung für die neue Zeit wollte er ihr nahe bringen. Boel liebte Jadup. Um die Warzen auf den Händen loswerden, ließ sie sie besprechen und wurde dabei vergewaltigt. Der Vorfall wirbelte viel Staub auf. Einige beschuldigten die russischen Besatzer. Boel weigerte sich, den Täter zu nennen, verließ die Stadt und blieb verschwunden. Jadups Nachdenken über die Vergangenheit bringt ihn dazu, sein Verhalten in der Gegenwart verändern. Er entschließt sich, seinem ´Sohn in einer Konfliktsituation beizustehen. "Jadup und Boel" (1979–81) ist ein deutscher Gegenwartsfilm der DEFA von Rainer Simon. Von Anfang an unterlag das Kino als populäres Medium staatlichen Zensur-Eingriffen, so auch in der DDR. Simons "Jadup und Boel" war der letzte DEFA-Spielfilm, der nach seiner Fertigstellung verboten wurde. Dabei waren die zuständigen Behörden immer auf dem Laufenden. Bereits das Drehbuch hatte intern für Aufsehen gesorgt, und so stand die Produktion von Anfang an unter besonderer Beobachtung. Das Verbot erfolgte dennoch erst nach der Fertigstellung. Eine öffentliche Kinoaufführung war erst 1988 möglich.