Dr. Carsten Brosda, Britta Hilpert und Dimitrij Kapitelman.

Wie Politik unseren Alltag prägt - und unser Alltag die Politik verändert

Di, 05.05.2026

18:00–20:00 Uhr · Zentralbibliothek
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Unsere Gegenwart ist geprägt von Konflikten im politischen und gesellschaftlichen Raum, die tief in Familien und Freundeskreise hineinwirken. Häufig scheinen Auseinandersetzungen im Privaten wie ein Katalysator zu wirken und verstärken die Spannungen in der Gesellschaft zusätzlich. Zugleich entsteht eine wechselseitige Dynamik zwischen gezielter Einflussnahme durch verschiedene Akteure und dem individuellen Wahrnehmen von "Wahrheiten".

Wer beeinflusst heute eigentlich wen? Und wie bewusst nehmen wir diese Einflussnahme noch wahr? Welche Rolle spielen dabei Medien und Politik aber auch das unmittelbare Umfeld wie Familie, Freundeskreise und Communities?

Nicht zuletzt stellt sich die Frage, welche Rolle Kultur, Literatur und öffentliche Räume wie Bibliotheken einnehmen können oder müssen, um diese Spannungen produktiv sichtbar zu machen und Räume für Austausch und Aushandlung zu schaffen.

Dmitrij Kapitelman:1986 in Kyjiw geboren, kam er im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters", für das er mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis (Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals) ausgezeichnet wurde. 2021 folgte "Eine Formalie in Kiew", für das er den Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag erhielt. Sein Buch "Russische Spezialitäten stand" 2025 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Dr. Carsten Brosda: Seit 2017 Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Er hat Journalistik und Politik an der Universität Dortmund studiert, wurde zum Thema "Diskursiver Journalismus" promoviert und publiziert regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen; zuletzt erschien sein Buch "Mehr Zuversicht wagen" (2023). Zudem ist er seit 2020 Präsident des Deutschen Bühnenvereins." 

Britta Hilpert (Moderation): 1992 absolvierte sie parallel zu ihrem Studium am Londoner King"s College eine Hospitanz beim ZDF im Studio London. 1993 folgte eine weitere Hospitanz im ZDF-Studio Brüssel. Anschließend arbeitete sie dort zwei Jahre als freie redaktionelle Mitarbeiterin. 1995 wechselte sie in die ZDF-Zentrale nach Mainz, zunächst für ein Jahr als Reporterin im Wirtschaftsmagazin "WISO", danach zum "heute journal". 1997 ging sie in das ZDF-Landesstudio Hessen. Von 1998 bis 2000 leitete sie das ZDF-Landesstudio Saarland in Saarbrücken. Anschließend war sie von 2000 bis 2004 Korrespondentin im ZDF-Studio Brüssel. Von 2004 bis 2008 leitete sie das ZDF-Studio Moskau. Im Jahr 2005 wurde sie mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus (Förderpreis) ausgezeichnet. Von Januar 2009 bis Dezember 2017 war sie Leiterin des ZDF-Landesstudios Brandenburg in Potsdam. 2014 war sie zudem als Reporterin auf dem Maidan in Kyjiw im Einsatz. Von Januar 2018 bis Oktober 2024 leitete sie das ZDF-Studio Wien. Seit Oktober 2024 ist sie Leiterin des ZDF-Landesstudios Hamburg.

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