Saatgutbibliothek

Malerei: Pusteblume

Stadtgärtner*innen aufgepasst: tauscht Saatgut miteinander und sorgt für mehr Biodiversität, rettet alte Sorten und fördert die Pflanzenvielfalt in der Stadt. Wichtig ist, dass das zu spendende Saatgut "samenfest" ist und nicht von Hybrid-Pflanzen abstammt!

Die Idee stammt ursprünglich aus den USA, wo es viel gentechnisch verändertes Saatgut gibt und Umweltinstitutionen versuchen mit "Seedlibraries" die Sortenvielfalt zu erhalten. 2010 wurde die erste Saatgut-Bibliothek in Richmond eröffnet. Inzwischen findet diese Idee weltweit immer mehr Anhänger*innen. In Frankreich entstanden 2013 die ersten "Grainothèques" in Lille, Toulouse und Paris, mittlerweile gibt es in Frankreich über 400. Auch in Deutschland sind Saatgutbibliotheken im Kommen.

Nachhaltigkeit, Vielfalt und Artenschutz sind auch für die Bibliotheken in Hamburg ein wichtiges Thema. Deshalb bieten seit dem Start in den Bücherhallen Lokstedt und Neugraben im Sommer 2020 immer mehr Bücherhallen Saatgut zum Tausch an.

Diese Bücherhallen sind Saatgutbibliothek

Altona, Billstedt, Eimsbüttel, Hohenhorst, Kirchdorf, Lokstedt, Neugraben, Niendorf, Schnelsen, Wandsbek, Wilhelmsburg.

So funktionert es

  • Ein Tütchen auswählen – pro Person bitte nur ein Tütchen mitnehmen
  • Zu Hause im Garten, auf dem Balkon oder in einen Topf auf der Fensterbank einpflanzen
  • Warten bis die Pflanzen gewachsen sind und an den Blüten erfreuen beziehungsweise Gemüse oder Früchte ernten.
  • Saatgut der abgeernteten Pflanzen wieder in die Bücherhalle bringen
  • Gern kann auch ein Tütchen Saatgut aus dem eigenen Garten in die Bücherhalle mitgebracht und anderen Hobbygärtner*innen zur Verfügung gestellt werden.

Tipps und Anregungen finden Hobbygärtner*innen auch in unseren Medienempfehlungen:

Nützliche Links